Pressemeddelelse · Kiel · 01.12.2022 Die Anbindung des Kieler Nordens ist verwundbar

Zu der Situation rund um die beschädigten Holtenauer Hochbrücken erklärt der Vorsitzende der SSW-Ratsfraktion, Ratsherr Marcel Schmidt: 

„Die Kollision des finnischen Frachters mit gleich beiden Holtenauer Hochbrücken und die daraus folgenden Beschädigungen haben den Kieler Norden empfindlich getroffen. Die Schäden haben zu einer Sperrung der wichtigsten Verbindung zwischen Kiel und seinen nördlichen Stadtteilen geführt. Damit ist der Kieler Norden weitgehend abgeschnitten, was eine Vielzahl von Problemen für die Bewohner der nördlichen Stadtteile mit sich bringt. Der Weg zur Arbeit, zur Uni, zur Schule, aufs Amt oder zu Freunden und Verwandten ist plötzlich zu einem nervenaufreibenden Abenteuer geworden. Auch der Waren- und Güterverkehr steht vor enormen Problemen. Uns allen wird auf schmerzliche Weise deutlich, wie sehr der Kieler Norden auf die funktionierenden Hochbrücken angewiesen ist. 

Wir begrüßen die schnelle Reaktion von Stadt und Land. Der Fährverkehr muss nun zügig weiter ausgeweitet und verstärkt werden. Wir appellieren an Arbeitgeber, Schulen, öffentliche Stellen und Hochschulen sowie andere Beteiligte, in dieser Zeit Verständnis für die Betroffenen aufzubringen und flexible Lösungen zuzulassen. Hoffentlich normalisiert sich die Situation möglichst schnell.  

Falls die Schäden an den Hochbrücken aber so gravierend sein sollten, dass erhebliche bauliche Maßnahmen notwendig werden, oder gar eine Erneuerung einer oder beider Brücken erforderlich wird, dann raten wir dringend dazu, für Schienentauglichkeit in Hinblick auf die Stadtbahn zu sorgen. Schließlich müssen wir die bereits in der Trassenstudie für die Stadtbahn vorgesehenen möglichen Erweiterungen für den Kieler Norden umsetzen, wenn mit der Entwicklung von Holtenau-Ost eine für den Betrieb der Stadtbahn ausreichende Anzahl von Fahrgästen in den nördlichen Kieler Stadtteilen bereitsteht.“ 

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