Press release · 30.08.2023 Die Landesregierung verweigert Menschen mit Migrationshintergrund die politische Teilhabe

Im Innen- und Rechtsausschuss läuft aktuell eine mündliche Anhörung zum Gesetzentwurf des SSW zur Änderung des Integrations- und Teilhabegesetzes. Hierzu erklärt der Vorsitzende der SSW-Landtagsfraktion, Lars Harms:

Lars Harms am Meer

In der Anhörung ist schon jetzt deutlich geworden, dass erheblicher Änderungsbedarf am Integrations- und Teilhabegesetz besteht, und dass unser SSW-Entwurf hierfür eine gute Grundlage bietet. Das freut mich.

Was mich hingegen sehr verärgert, ist, dass bis heute immer noch kein Integrationsbeirat eingerichtet wurde. Das ist wirklich ein absolutes Armutszeugnis der Landesregierung.

Das aktuell geltende Integrations- und Teilhabegesetz der Jamaika-Regierung trat am 23. Juli 2021 in Kraft. Und auch wenn eher wenig Konkretes drin steht, in einem Punkt gibt es kein Vertun: Nach § 13 hat die Landesregierung einen Integrationsbeirat einzurichten, der sie in Fragen der Integrations- und Teilhabepolitik berät und bei Vorhaben zu entsprechenden Gesetzen und Verordnungen anzuhören ist.

Nach dem Regierungswechsel wurde es auffällig still um das Thema, so dass ich bereits im Oktober 2022 mit einer kleinen Anfrage nachhakte. Und wie sich zeigte, hatte die Landesregierung es auch weiterhin verschlafen, den Beirat einzurichten. Die konstituierende Sitzung wurde nun immerhin für das erste Quartal 2023 angekündigt.

Mittlerweile sind zwei Jahre vergangen seit Inkrafttreten des Gesetzes. Und während der Landtag bereits über erste Reformen berät, gibt es immer noch keinen Integrationsbeirat, den man dabei anhören könnte.

Die Arbeitsverweigerung dieser Landesregierung grenzt schon an Missachtung des Parlaments, und schlimmer noch: Sie verweigert Menschen mit Migrationshintergrund die politische Teilhabe. Das ist schlicht nicht hinnehmbar.

Weitere Artikel

Press release · 11.12.2025 SSW-Initiative erfolgreich: 20 Millionen Euro für Flensburger Bahnprojekte

Mit dem Haushalt 2026 stellt das Land bis 2031 insgesamt 20 Millionen Euro aus den Mitteln des Sondervermögens des Bundes für den Eisenbahnknoten Flensburg bereit. Finanziert werden damit unter anderem der Innenstadtbahnhof sowie der Fernzughalt in Flensburg-Weiche.

Weiterlesen

Press release · Flensborg · 11.12.2025 Flensburger Haushalt 2026: Die Lage ist ernst, aber nicht hoffnungslos!

Weiterlesen

Speech · 11.12.2025 Wir brauchen Schwimmstätten in zumutbarer Reichweite für alle!

„Schwimmstätten dürfen nicht zum Privileg reicher Kommunen werden. Jedes Kind in Schleswig- Holstein muss wohnortnah Zugang zu qualitativem Schwimmunterricht bekommen“

Weiterlesen