Pressemeddelelse · Flensborg · 03.11.2023 OB wird mit Verhandlungen beauftragt: Flensburger Fraktionen für einen Fernhaltepunkt in Flensburg-Weiche

Auf der nächsten SUPA-Sitzung am 7. November haben SSW, Bündnis 90/Die Grünen, CDU, SPD und FDP einen gemeinsamen Antrag zur Zukunft des Flensburger Fernverkehres eingebracht. Kernpunkt des Antrages ist die Errichtung eines neuen, ebenerdigen, barrierefreien Bahnsteiges als neuem Fernhaltepunkt am Hauptgleis nach Dänemark über den Zugang Holzkrugweg am Bahnhofsgelände Flensburg-Weiche.

Damit erhoffen sich die Fraktionen eine bessere Anbindung der Stadt an den internationalen Fernbahnverkehr. Der Oberbürgermeister soll diese Lösung in Verhandlungen mit dem Land Schleswig-Holstein und der Deutschen Bahn schnellst möglichst umsetzen. Gleichzeitig bekennen sich die Fraktionen deutlich zum Flensburger Hauptbahnhof und wollen diesen auch in Zukunft weiter stärken.
Dazu sagte der stellvertretende SSW-Fraktionsvorsitzende Mats Rosenbaum: „Der SSW freut sich, dass die anderen Fraktionen uns in dieser wichtigen Frage entgegenkommen sind. Die sogenannte Flensburger Schleife, mit einem Zeitverlust von bis zu 10 Minuten, ist ein Umweg der dazu geführt hat, dass Flensburg für den Fernverkehr unattraktiv ist. Ab Dezember haben wir nur noch eine einzige Fernzugverbindung pro Tag. Daher bedarf es einer pragmatischen und kurzfristigen Lösung, um vor der Fertigstellung der Fehmarnbelt-Querung, vom erhöhten Fernverkehr auf dem Jütland-Korridor zu profitieren und somit Flensburgs Fernverkehrsanschluss nach Nord und Süd entscheidend zu verbessern. Ein neuer Bahnsteig in Flensburg-Weiche könnte schnell und kostengünstig gebaut werden und somit als Fernhaltepunkt für Flensburg genutzt werden.“
Der Fraktionsvorsitzende der Grünen Ratsfraktion Leon Bossen freut sich auch über den gemeinsamen Antrag: „Für uns Grüne sind alle Maßnahmen, die zu einer Verbesserung des Bahnverkehrs in Flensburg führen, wichtig. Ein neuer Bahnsteig in Weiche und eine dadurch mögliche Anbindung an den Fernverkehr hätte einen positiven Effekt auf die Mobilitätswende und somit auch auf die Erreichung der Klimaziele. Deshalb ist es auch notwendig, dass bei möglichen Baumaßnahmen um den Haltepunkt herum auf möglichst geringe Versiegelung geachtet wird. 
Für uns war wichtig, es mit dem Antrag ein klares Bekenntnis zum Flensburger Hauptbahnhof gibt. Diesen gemeinsamen Beschluss gibt es nun und den klaren überparteilichen Willen, unseren Hauptbahnhof in Zukunft weiterzuentwickeln und zu stärken. Wir sind alle einen Schritt aufeinander zugegangen, das ist ein guter Kompromiss, der zeigt, dass wir für die Sache arbeiten und lösungsorientiert denken.“
Die stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Barbara Asmussen sagte: „Für die CDU-Fraktion ist ein guter Fernverkehrsanschluss ein wichtiges Element der Mobilitätswende und auch zunehmend ein Standortfaktor für mittelgroße Städte. Um in Zeiten von Fachkräftemangel für Arbeitnehmer attraktiv zu bleiben ist ein Fernverkehrsanschluss ein wichtiger Punkt. Diese Vorlage ist für uns somit sowohl ein Mobilitätspolitisches als auch Wirtschaftspolitisches Zeichen. Durch P&R, Fahrradstellplätze, ÖPNV und SNPV sorgen wir für eine optimale Erreichbarkeit des neuen Fernhaltepunktes.“
Der planungspolitische Sprecher der SPD-Fraktion Rainer Körber sagte: „Ein Fernhaltepunkt in Weiche ist eine positive Entwicklung sowohl für Flensburg als auch die Region. Das ist aber erst ein Schritt für die Verbesserung des SPNVs. Für eine optimale Anbindung wollen wir, dass auch die Anbindung vom Fernhaltepunkt zum Flensburger Hauptbahnhof wiederhergestellt wird. Dazu gehört auch die Reaktivierung des „alten“ Bahnsteiges. Dadurch kann sich der Haltepunkt in Flensburg Weiche zu einem wichtigen Verkehrsknoten für Flensburg und das Umland entwickeln. Der Oberbürgermeister muss sich jetzt bei DB und NAH.SH für diesen Haltepunkt und die neuen Verbindungen stark machen.“

Christoph Anastasiadis von der FDP meinte: „Die FDP hat schon lange darauf gedrungen, Perspektiven für den Bahnverkehr in Flensburg-Weiche zu entwickeln. Mit dem Fernhaltepunkt müssen und wollen wir das Angebot für den internationalen Fernverkehr für Flensburg verbessern. Der gemeinsame Antrag ist ein guter erster Schritt in die richtige Richtung und somit ein wichtiges Signal der Flensburger Kommunalpolitik an das Land und die Deutsche Bahn. Der Bund wird in den kommenden Jahren ebenfalls massiv in Bahninfrastruktur investieren. Wir müssen dafür Sorge tragen, dass in diesem Prozess auch die Jütlandroute gestärkt wird.“

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