Press release · 17.02.1998 Flensburger Schiffbau-Gesellschaft: Landesregierung muß Wettbewerbshilfe für die Werften sichern

Während eines Besuchs bei der Flensburger Schiffbau-Gesellschaft (FSG) informierten sich die Vorsitzende des SSW im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Anke Spoorendonk, und die 1. Bevollmächtigte der IG Metall Flensburg, Kirsten Rölke, gemeinsam über die aktuelle Situation der Werft. An einem Gespräch nahmen der Betriebsrat und die Vertrauenskörperleitung der FSG teil.

Spoorendonk und Rölke waren sich nach einer Begehung der Werft darüber einig, daß die Werft ein hochtechnologischer und zukunftweisender Arbeitsplatz sei: "Wer nur eine schmenhafte Vorstellung von dem heutigen Schiffbau besitzt, sollte unbedingt die Werft in Flensburg besichtigen. Die Werft hat 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sowie 20 kanpp Umschüler und dazu eine hohe Ausbildungsquote von fast 10%. Durch massive Investitionen in neue Produktionstechniken ist die Werft in den letzten Jahren modernisiert worden. Sie bietet heute gute Perspektiven für qualifizierte Arbeitskräfte. Wie wichtig die Werft für die Region ist, zeigt sich auch darin, daß jedes Jahr innerhalb eines Umkreises von 70 Km Aufträge in Wert von 10 Millionen DM an lokale Unternehmen vergeben werden."

Im Gespräch wurde deutlich, daß die schleswig-holsteinischen Werften - und vor allem die FSG - ohne Subventionen wettbewerbsfähig sind. Aber solange nicht nur in Europa, sondern weltweit die Werftindustrie subventioniert wird, muß die Landesregierung die Werftenhilfe zumindest auf das gleiche Niveau wie die norddeutschen Nachbarländer erhöhen.

Gemeinsam mit dem Betriebsrat und der Vertrauenskörperleitung forderten Spoorendonk und Rölke, daß von der Landesregierung für den Zeitraum 1999-2001 mindestens jeweils 6 Millionen DM an Verpflichtigungsermächtigungen bereitgestellt werden. "Ansonsten würde die Flensburger Schiffbau-Gesellschaft gegenüber anderen Werften in Europa, die im Durchschnitt mit sehr hohen Quoten des Gesamtverkaufspreises bezuschußt werden, nicht mehr konkurrenzfähig sein, " so Anke Spoorendonk und Kirsten Rölke.

Weitere Artikel

Press release · 30.09.2026 Minderheitenberichte: Jetzt ist der Erhalt auch parlamentarisch festgezurrt

Der Innen- und Rechtsausschuss des Schleswig-Holsteinischen Landtags hat heute den gemeinsamen Änderungsantrag von SSW, CDU und Bündnis 90/Die Grünen zum Erhalt der kommunalen Minderheitenberichte beschlossen. Damit ist die ursprünglich von der Landesregierung geplante Streichung der Berichtspflicht vom Tisch. Hierzu erklärt der Vorsitzende der SSW-Landtagsfraktion, Christian Dirschauer:

Weiterlesen

Press release · 01.10.2026 Schwarz-Grün muss beim Antidiskriminierungsgesetz deutlich nachbessern

Zur heutigen mündlichen Anhörung im Sozialausschuss zum Koalitionsentwurf für ein Antidiskriminierungsgesetz erklärt die SSW-Abgeordnete Sybilla Nitsch:

Weiterlesen

Press release · 01.10.2026 Christian Dirschauer: Schwarz-Grün zieht bei der Daseinsvorsorge die falsche Grenze

Der Finanzausschuss hat heute Änderungen am kommunalen Haushaltsrecht beschlossen. Dabei übernimmt die schwarz-grüne Koalition die vom SSW geforderte Aufnahme der Schwimmbäder, lehnt Bibliotheken, Frauenhäuser und Tierheime aber weiter ab. Hierzu erklärt der Vorsitzende der SSW-Landtagsfraktion, Christian Dirschauer:

Weiterlesen