Pressemeddelelse · 09.11.2016 Integration lässt sich nicht mit der Brechstange erreichen

Zur Kritik der CDU-Abgeordneten Astrid Damerow an den im Rahmen der 2. Flüchtlingskonferenz vorgestellten Leitlinien erklärt der Vorsitzende des SSW im Landtag, Lars Harms:

Dass der CDU zur Integrationsarbeit nicht viel mehr einfällt als Abschiebe-TV und Schweinefleischpflicht in öffentlichen Kantinen zu fordern, ist hinlänglich bekannt. 

Dass die Abgeordnete Damerow nun allerdings so weit geht, das Engagement tausender ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer für ihr krudes Weltbild zu instrumentalisieren, nur um der Landesregierung in die Waden zu grätschen, ist billig und beschämend. 

Wie tief kann man noch sinken, Frau Damerow? 

Schleswig-Holstein hat es geschafft, die quasi über Nacht eskalierte Flüchtlingskrise auf vorbildlichste und bundesweit anerkannte Art zu meistern. Dieser Erfolg hat viele Väter und Mütter: 

Die tausenden Ehrenamtler, die über Monate Tag und Nacht zur Stelle waren, um den ankommenden Flüchtlingen Erstversorgung anzubieten und sie in unsere Gesellschaft aufzunehmen. Weitere tausende Hauptberufler -  Polizisten, Ärzte, Feuerwehrleute, Flüchtlingsberater und viele andere – die weit über ihren beruflichen Arbeitszeiten hinaus einen riesen Einsatz geleistet haben. 

All dies passierte in einem beispiellosen Zusammenspiel aus kommunalen, Landes- und Bundesbehörden sowie einer Landesregierung, die mehr als 800 Millionen Euro aus dem Haushalt gestemmt hat, um diesen humanitären Kraftakt der Sonderklasse zu ermöglichen. 

Was für all diese Menschen dabei überhaupt keine Rolle spielte, war die Frage, ob es übermorgen noch Schweinefleisch in der Landtagskantine geben würde. 

In einem Punkt hat Frau Damerow recht: Diese Menschen brauchen keine Leitlinien dafür, was es heißt, Geflüchteten zu helfen und in unsere Gesellschaft zu integrieren. Dennoch ist es richtig, den breiten humanitären Konsens unserer Gesellschaft auf einer Flüchtlingskonferenz zu manifestieren. Vielleicht versteht dann auch die CDU eines Tages, dass Integration sich nicht mit der Brechstange verordnen lässt. 

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