Pressemeddelelse · Flensburg · 09.12.2021 Land fördert Suizidprävention für Kinder und Jugendliche

Breite Zustimmung für SSW-Antrag: Der Verein Lichtblick Flensburg e.V. soll jährlich 110.000 Euro Landesmittel erhalten, um Hilfen für suizidgefährdete Kinder und Jugendliche anzubieten.

Der Finanzausschuss des Landtags hat heute mit breiter Mehrheit einem Antrag des SSW zugestimmt, wonach der Verein Lichtblick Flensburg e.V. künftig eine dauerhafte Landesförderung von 110.000 Euro jährlich erhalten soll. 
Lichtblick Flensburg leistet Hilfe für Menschen in Lebenskrisen, insbesondere für Suizidgefährdete und ihre Angehörigen. Von den vom SSW beantragten Landesmitteln soll künftig ein neues Beratungs- und Präventionsangebot für Kinder und Jugendliche von 10 bis 18 Jahren geschaffen werden. 
"Man hört und liest meist nur wenig darüber. Aber bei Kindern und Jugendlichen ist Suizid immer noch die dritthäufigste Todesursache", sagt Christian Dirschauer, sozial- und gesundheitspolitischer Sprecher des SSW im Landtag. 
Während die Zahl der Suizide in Deutschland in den letzten Jahrzehnten generell abgenommen habe, bliebe der Trend unter Kindern und Jugendlichen auffällig konstant. Da es über Suizidversuche keine amtlichen Statistiken gebe, könne man das eigentliche Ausmaß nur erahnen. 
"Deshalb ist es wichtig, dass wir jungen Menschen, die in Lebenskrisen geraten, umfassende Beratungs- und Präventionsangebote machen können, bevor Schlimmeres passiert", so Dirschauer. 
Deshalb freue er sich, dass es dem SSW gelungen sei die Jamaika-Koalition von der Wichtigkeit einer dauerhaften Förderung von Lichtblick Flensburg e.V. zu überzeugen. 
"Das ist wahrlich ein Lichtblick", so der Flensburger Landtagsabgeordnete. 

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