Press release · 15.08.2003 Lars Harms: Bundesregierung würgt Konjunktur in Schleswig-Holstein ab

- Regionalprogramm 2000 und Küstenschutz in Gefahr -


Der nordfriesische SSW-Abgeordnete, Lars Harms, kritisiert, dass die Bundesregierung per Kabinettsentscheid am 13.8.2003 beschlossen hat, die Gemeinschaftaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ ab 2004 nur noch für die neuen Bundesländer zu fördern:

„Die Mittel der Gemeinschaftsaufgabe sind ein wesentlicher Bestandteil sowohl für das „Regionalprogramm 2000“ als auch für die Finanzierung des Küstenschutzes in Schleswig-Holstein. Ohne diese Bundesmittel werden nicht nur laufende Projekte gefährdet, sondern es sind auch negative Folgen für die Entwicklung in den strukturschwachen Räumen und für die gesamte Wirtschaftsstruktur in Schleswig-Holstein zu erwarten. So würgt die Bundesregierung die Konjunktur in Schleswig-Holstein ab. Alle vernünftigen Kräfte müssen darauf drängen, dass die Bundesregierung diese Entscheidung wieder rückgängig macht. Deshalb haben wir diesbezüglich einen Antrag für die nächste Landtagssitzung gestellt.“

Im SSW-Antrag (Siehe Anlage) wird die Landesregierung aufgefordert wird sich bei der Bundesregierung dafür einzusetzen, dass das Förderinstrument Gemeinschaftsaufgabe auch in den alten Bundesländer fortgeführt wird oder zumindest, dass bei einem Wegfall ein entsprechender Ausgleich an Bundesmitteln für die Länder zur Verfügung gestellt wird.


Der SSW-Antrag:

Der Schleswig-Holsteinische Landtag fordert die Landesregierung auf, sich bei der Bundesregierung dafür einzusetzen, dass das Förderinstrument Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ in den alten Bundesländern auch nach 2003 fortgeführt bzw. dass bei einem Wegfall der Gemeinschaftsaufgabe ein entsprechender Ausgleich an Bundesmitteln für die Länder zur Verfügung gestellt wird.


Begründung:

In seiner Pressemitteilung zum Entwurf des Bundeshaushalts 2004 hat der Bundes-finanzminister am 2.7.2003 mitgeteilt, dass die Gemeinschaftsaufgabe „Verbesse-rung der regionalen Wirtschaftsstruktur in den alten Bundesländern nach 2003 auslaufen soll. Mit diesem Beschluss entfällt für Schleswig-Holstein ein wesentlicher Fi-nanzierungsbestandteil des „Regionalprogramm 2000“. Diese Entscheidung gefährdet somit nicht nur die laufenden Projekte, sondern sie hätte für die gesamte Entwicklung der strukturschwachen Räume und für die gesamte Wirtschaftsstruktur in Schleswig-Holstein schwerwiegende negative Folgen .

Weitere Artikel

Speech · 07.05.2026 Krieg in Nahost trifft auch Schleswig-Holstein

Zum mündlichen Bericht der Landesregierung über die wirtschaftlichen Auswirkungen des Krieges im Nahen Osten erklärt die wirtschafts- und energiepolitische Sprecherin der SSW-Landtagsfraktion, Sybilla Nitsch:

Weiterlesen

Speech · 07.05.2026 Neue Lehrkräfte motivieren und nicht allein lassen!

„Warum soll sich jemand für den Schuldienst interessieren, wenn er oder sie nur von frustrierenden und negativen Erfahrungen hört? Ohne ein vernünftiges Mentoren-System gräbt sich das Ministerium das Wasser für die eigene Kampagne ab: nämlich die Schulen für motivierte Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger attraktiv zu machen.“

Weiterlesen

Speech · 07.05.2026 Faire Wettbewerbsbedingungen für gute Arbeit in Schleswig-Holstein

„Ein Tariftreuegesetz sorgt dafür, dass nicht derjenige den Zuschlag bekommt, der am billigsten kalkuliert - sondern derjenige, der gute Arbeit leistet und faire Bedingungen bietet. Das ist nicht nur eine Frage der sozialen Gerechtigkeit. Das ist auch eine Frage der wirtschaftlichen Vernunft. Denn gute Arbeit entsteht dort, wo Menschen ordentlich bezahlt werden, wo sie Perspektiven haben und wo Unternehmen langfristig denken können.“

Weiterlesen