Pressemeddelelse · 20.07.2017 SSW fordert elternunabhängiges BAföG ohne Rückzahlungspflicht

Auf Initiative des SSW hat der Landtag heute beschlossen, sich im Bund für ein elternunabhängiges BAföG stark zu machen. Hierzu erklärt der Vorsitzende des SSW im Landtag, Lars Harms:

Der SSW hat ein klar formuliertes Ziel: Bildung muss kostenlos sein, von der Krippe bis zur Uni und darüber hinaus. Dafür kämpfen wir, auch wenn der Weg dorthin weit und nur schrittweise erreichbar sein mag. 

Der Landtag hat heute einer Initiative des SSW zugestimmt, sich im Bund für ein elternunabhängiges BAföG einzusetzen. Darüber freue ich mich.

Dass BAföG abhängig vom Einkommen der Eltern gewährt, verwehrt und zudem auch noch gestaffelt wird, führt nicht selten dazu, dass Studierende durch das soziale Netz fallen, weil die Eltern auf dem Papier zwar über genügend Einkommen verfügen, sich reell aber nicht in der Lage sehen, ein Studium zu finanzieren.  Von den familiären Konflikten, die solche Situationen auslösen können, mal ganz zu schweigen. Der BAföG-Satz sollte künftig einheitlich für alle und auch höher als der jetzige sein.

Darüber hinaus fordern wir eine Abschaffung der Rückzahlungspflicht nach dänischem Vorbild. Denn es kann nicht sein, dass 37 Prozent der Studierenden und Azubis auf das BAföG verzichten, weil sie Angst haben es später nicht zurück zahlen zu können. Leider scheint diese Forderung derzeit keine Mehrheit im Parlament zu finden. Das ist wirklich bedauerlich. 

Kaum eine Sonntagsrede kommt ohne die Erkenntnis aus, dass Bildung unser wichtigster Rohstoff und die Jugend unsere Zukunft ist. Wer das ernst meint, sollte unseren Azubis und Studierenden jede Unterstützung gewähren, die sie brauchen können. Denn von Sonntagsreden werden sie nicht satt. 

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