Pressemeddelelse · Kiel · 29.12.2021 SSW-Ratsfraktion Kiel fragt: Ist diese Stadt knallwütig?

Zu der Entscheidung der Landeshauptstadt Kiel, für den Jahreswechsel 2021/2022 keine besonders ausgewiesenen Feuerwerksverbotszonen einzurichten, erklärt der Fraktionsvorsitzende der SSW-Ratsfraktion, Ratsherr Marcel Schmidt:

„Die SSW-Ratsfraktion Kiel bedauert die Entscheidung der Landeshauptstadt Kiel, keine besonders ausgewiesenen Feuerwerksverbotszonen einzurichten. Sie setzt damit den Beschluss der Ratsversammlung vom November 2021 um. Die SSW-Ratsfraktion Kiel hatte in der Novembersitzung der Ratsversammlung örtliche Feuerwerksverbote gefordert. Die Mehrheit der Ratsversammlung hatte sich leider dagegen entschieden.

Wir bedauern diese Entwicklung. In der Debatte der Ratsversammlung wurde deutlich, dass durch das Feuerwerk zu Silvester erhebliche Belastungen für Menschen, Tiere und die Umwelt entstehen. Das Gesundheitssystem und die Krankenhäuser sind durch die Corona-Pandemie ohnehin besonders gefordert, die Knallerei ist nicht zuletzt durch die Lautstärke der „Böller“ für immer mehr Menschen sehr belastend. Auch für viele Tiere ist Silvester durch das Böllern eine schwere Zeit und die Emissionen und Schadstoffbelastungen durch das Feuerwerk sind in Kiel hinlänglich bekannt.

Trotzdem hatte sich die Kieler Ratsversammlung bewusst für das Böllern und gegen Umwelt- und Gesundheitsschutz entschieden. Nicht einmal örtliche Böllerverbote soll es in Kiel geben. Obwohl in der Debatte der Bedarf an Silvester-Ruhezonen in den Wohngebieten formuliert wurde. Darüber hinaus wurde festgestellt, dass die Verbotszonen des Jahreswechsels 2020/2021, die sich auf Kiellinie, Innenstadt- und Bahnhofsbereiche beschränkten, funktioniert hatten. Trotzdem hat sich die Ratsversammlung gegen ein Zeichen der Vernunft und des Umwelt- und Gesundheitsschutzes entschieden. Man wollte auch keine Prüfung von Verbotszonen aufgrund emissionsrechtlicher Bestimmungen. – Nun haben wir also einen Jahreswechsel ohne besonders ausgewiesene Feuerwerksverbotszonen.  

Das ist schade! Örtliche Feuerwerksverbote hätten ein klares Signal der Vernunft und des Umwelt- und Gesundheitsschutzes gesetzt. Stattdessen wird eine Böller-Botschaft gesendet. Das passt nicht zur Klimaschutzstadt Kiel, das passt nicht zur Diskussion über Schadstoffemissionen und es rettet auch keine Arbeitsplätze bei Weco, weil das Verkaufsverbot für Feuerwerk ja weiterhin besteht.

Wir fragen uns, ob unsere Stadt wirklich so knallwütig ist, wie ihre Vertreter in der Ratsversammlung, die 364 Tage Umwelt- und Klimadiskussionen, Corona-Pandemie und Tierschutz einfach ausblenden, um es zu Silvester richtig krachen zu lassen. Verantwortliches Handeln sieht anders aus.

Die SSW-Ratsfraktion wünscht allen Kieler*innen einen guten Rutsch, ganz viel Gesundheit und einen Jahreswechsel ohne Böller.“

Weitere Artikel

Pressemeddelelse · Kiel · 21.01.2022 Uni-Ausbau am Bremerskamp: Wichtiger Schritt für die Uni und für Kiel

Zur Vorstellung der Ausbaupläne für das Gelände am Kieler Bremerskamp durch Universität und Land erklärt Marcel Schmidt, Vorsitzender der SSW-Ratsfraktion Kiel:

Weiterlesen

Pressemeddelelse · Kiel · 21.01.2022 Personalaufwuchs der Stadtverwaltung: Kiel braucht finanzielle und personelle Handlungsfähigkeit

In der Personalentwicklung der Landeshauptstadt Kiel spricht sich die SSW-Ratsfraktion eindeutig für einen geregelten Stellenaufwuchs aus. Sie stellt in diesem Zusammenhang allerdings auch klar, dass dieser Aufwuchs gebremst werden muss, sobald ein Gleichgewicht zwischen der personellen und der finanziellen Handlungsfähigkeit der Stadtverwaltung gefunden ist. Dazu erklärt der Fraktionsvorsitzende Ratsherr Marcel Schmidt:

Weiterlesen

Pressemeddelelse · Kiel · 20.01.2022 Anmietungsfonds zur Innenstadtbelebung: Verwaltung setzt Kieler SSW-Idee um

Mit ihrer Kampagne „Kieler Kiezgröße gesucht“ setzt die Verwaltung der Landeshauptstadt Kiel eine Initiative der SSW-Ratsfraktion um. Die Idee eines Anmietungsfonds, der es ermöglicht, Ladengeschäfte an vor Ort benötigtes Gewerbe weiterzuvermieten, wurde von der Rot-Grünen Mehrheitskooperation in den letzten Jahren immer wieder zerredet und abgelehnt. Dazu erklärt der Fraktionsvorsitzende Ratsherr Marcel Schmidt:

Weiterlesen