Pressemeddelelse · Kiel · 30.03.2020 Vereine, Clubs, Veranstaltungsorte und Kulturschaffende benötigen Unterstützung

Zur Situation der Kieler Kultur- und Veranstaltungsszene erklären die Vorsitzende des SSW Kreisverbands Rendsburg Eckernförde und Kiel, die Landtagsabgeordnete Jette Waldiger-Thiering, und der Vorsitzende der Kieler SSW Ratsfraktion, Ratsherr Marcel Schmidt:

„Durch die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona Pandemie hat sich das öffentliche Leben erheblich verändert. Auch die wirtschaftlichen Prozesse sind davon betroffen und in nahezu allen Bereichen der Wirtschaft gibt es Situationen, die Existenzen und Arbeitsplätze bedrohen. Bund und Länder haben verschiedene Hilfspakete aufgelegt, um die Folgen für die Wirtschaft abzumildern. Diese Hilfspakete erfassen und unterstützen viele betroffenen Bereiche, aber eben nicht alle. In Kiel ist die Club- und Veranstaltungsszene von den wirtschaftlichen Hilfspaketen nicht hinreichend erfasst und in ihrer Existenz bedroht. Die kleinen und mittleren privat geführten Verans taltungsbetriebe sind ein unverzichtbarer Bestandteil der Kieler Kulturszene, die in der Universitäts und Landeshauptstadt Kiel, mit ihren Studenten, Schülern und Auszubildenden einen bedeutenden Anteil an Vielfalt und Kreativität ausmacht. Dazu gehören auch privat geführte Theater, Ateliers und andere Kulturbetriebe und Initiativen. Einige von ihnen werden bereits von der Landeshauptstadt Kiel gefördert, da geht es jetzt auch um den Schutz von bereits besonders förderungswürdigen Einrichtungen und die Bewahrung einer vorbildlichen Kulturpolitik in Kiel, die der SSW wesentlich mitgestaltet hat. An der Club- und Veranstaltungsszene hängen auch die Existenzen von vielen Künstlern und Freischaffenden, es droht eine kulturelle Verarmung, die verhindert werd en muss. Die Kieler Club- und Veranstaltungsszene hat sich in der TOGETHER KIEL lnitiative zusammengeschlossen und die Politik um Unterstützung gebeten. Sie weisen nachvollziehbar daraufhin, dass gerade in diesem Bereich wenig Reserven und Eigenmittel zur Verfügung stehen, den Fixkosten durch die getroffenen Maßnahmen keine Einnahmen gegenüberstehen und verlorene Einnahmen nicht in der Zukunft ausgeglichen werden können. Der SSW befürwortet die Einrichtung eines Rettungsfonds, um den Betroffenen zügig he lfen zu können, bevor Existenzen vernichtet werden. Der Fonds sollte bei mindestens bei 2 Millionen Euro liegen. Wir fordern das Land auf, sich daran zu beteiligen, denn die Kieler Kulturszene ist auch ein Gewinn für das Land und trägt wesentlich zum positiven, weltoffenen Image des Landes bei. Die SSW Ratsfraktion hatte bereits für die letzte Ratsversammlung eine Große Anfrage eingebracht, in der auch vor dem Hintergrund eines wirkungsorientierten Haushalts nach den Förderungen von Einrichtungen und In stitutionen durch die Landeshauptstadt Kiel gefragt wurde. Wir werden auf der Grundlage der Antworten auf unsere Fragen und den Erfahrungen in der Corona Krise Initiativen zur Konsolidierung der Kunst und Kulturförderung in Kiel einbringen.“

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