Tale · 13.11.2003 Wassertourismus – Vorschläge der Landesregierung

Bereits im September haben wir die Debatte über den Wassertourismus in diesem Hohen Hause geführt. Und das war auch gut so, denn die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) hat beschlossen, dass das Jahr 2004 das Jahr des Wassertourismus wird.
Inwieweit sich Touristen von derartigen Themenjahren beeinflussen lassen, hängt natürlich auch immer von der Beteiligung und dem Engagement der Anbieter ab. Und das bedeutet für uns in Schleswig-Holstein, dass wir bis dahin unsere Schulaufgaben in Sachen Wassertourismus gemacht haben müssen. Ansonsten werden wird das Nachsehen haben.

Um dies aber zu vermeiden, und um die Wichtigkeit des Wassertourismus nochmals hervorzuheben, hat die FDP nun die Aussage des Wirtschaftsministers zum Anlass genommen, hier einen Antrag zu stellen, um das Parlament daran zu erinnern, dass der Wirtschaftminister seinem Versprechen nicht nachgekommen ist und den versprochenen Vorschlagskatalog noch nicht vorgelegt hat. Für diesen Erinnerungsantrag sind wir auch alle dankbar.

Ich frage mich aber, wie sinnvoll dieser Antrag wirklich ist.
Wenn Sie, Frau Kollegin Aschmoneit-Lücke, die Niederschrift des Wirtschaftsausschusses vom 20. August – der im übrigen auch der federführende Ausschuss zum Thema ist - nachgelesen haben, dann haben sie sicherlich entdeckt, dass dieses Thema noch nicht abgehandelt ist. Aus der Niederschrift geht deutlich hervor, dass der Wirtschaftsausschuss am 26. November den Antrag der CDU zum Wassertourismus im Ausschuss in Anwesenheit des Geschäftsführers der TASH und des Wirtschaftsministers beraten wird. Auf diese Vorgehensweise hat sich auch der begleitende Umweltausschuss geeinigt und es ist vorgesehen, hierzu eine gemeinsame Sitzung durchzuführen.
Mit anderen Worten: Die FDP greift mit ihrem Antrag in ein beschlossenes Verfahren ein.

Für den SSW möchte ich deutlich machen, dass wir natürlich gerne etwas über die touristischen Vorstellungen der Landesregierung zum Wassertourismus hören bzw. lesen möchten. Aber wenn wir uns schon im Ausschuss über die Vorgehensweise einig sind und das Thema mit der TASH beraten wollen, dann ist das auch der richtige Weg. Zumal die TASH die Marketingorganisation des Landes ist.
Darüber hinaus, wird so getan, als ob in Schleswig-Holstein im Bereich des Wassertourismus nichts laufen würde. Wer sich einmal die Mühe gemacht hat und auf die Homepage der TASH gesurft ist, wird feststellen, dass dort bereits einiges zum Wassertourismus zu finden ist.
- Segeln, Kanu fahren, Surfen, Wasserski, Erlebnisbäder und Wasserqualität – alles was das Herz von „Wasserratten“ erfreut.
Auf mehreren Seiten wird dem Kunden der Wassertourismus in Schleswig-Holstein näher gebracht. Im übrigen werden für die Bereiche Segeln und Kanu fahren extra Broschüren angeboten, die bei der Landesregierung zu bekommen sind.
Wir sollten jetzt also nicht so tun, als ob das Rad neu erfunden werden müsste. Sondern wir sollten im Ausschuss beraten, wie unsere Maßnahmen noch besser Koordiniert werden können.

Weitere Artikel

Pressemeddelelse · 23.09.2020 Albrechts Basta-Politik gefährdet die Energiewende

Zur heutigen Meldung in den Kieler Nachrichten, wonach Umweltminister Albrecht jetzt Kommunen gegen ihren Willen zwingen will, freigemessenen Bauschutt aus dem AKW Brunsbüttel aufzunehmen, erklärt der umweltpolitische Sprecher des SSW im Landtag, Christian Dirschauer:

Weiterlesen

Tale · 24.09.2020 Tempolimit bis die High-Tech-Version für mehr Verkehrssicherheit kommt

Wenn wir es mit „Vision Zero – Null Verkehrstote“ ernst meinen, dann dürfen wir nicht länger warten. Hier sage ich ganz klar, es gibt Lösungen, die binnen einer Woche für mehr Verkehrssicherheit auf der gesamten Strecke der A7 sorgen können: Stellen sie Schilder auf und reduzieren sie die Geschwindigkeit!. Das kann man, wenn man will.

Weiterlesen

Tale · 24.09.2020 Containern erlauben!

Andere Länder machen es vor und hier bei uns wird vor Gericht gestritten, wem die Lebensmittel im Müll gehören. Daher brauchen wir als ersten Schritt rechtliche Rahmenbedingungen, die die Lebensmittelrettung, als Zugriff auf private Grundstücke und Infrastruktur ermöglichen.

Weiterlesen