Pressemeddelelse · 04.10.2006 Dänische Fernsehsender wollen im deutschen Kabelnetz bleiben

Der SSW begrüßt die Ankündigung der dänischen Fernsehsender, ihre Programme doch nicht wie vorgesehen zum 15. Oktober aus dem deutschen Kabelnetz entfernen zu lassen. „Damit haben alle wieder eine realistische Chance, den Erhalt der dänischen Programme DR1 und TV2 in Schleswig-Holstein zu sichern“, freut sich die Vorsitzende des SSW im Landtag, Anke Spoorendonk.
 
„Die dänischen Fernsehsender bestehen nicht mehr darauf, dass Kabel Deutschland die Programme DR1 und TV2 in zwei Wochen aus dem Netz nimmt. Dies hat Danmarks Radio hat gestern gegenüber dem Südschleswigschen Verein (SSF) angekündigt. DR und TV2 wollen noch einmal an den Verhandlungstisch zurückkehren und bitten die Kabel Deutschland, so lange keine Änderungen ihrer Kabelfrequenzen vorzunehmen. Das ist eine sehr gute Nachricht.

Jetzt gilt es, das Zeitfenster so lange offen zu halten, bis eine tragfähige und für beide Seiten akzeptable Lösung gefunden wurde. Die Dänen sind von ihrer unnachgiebigen Position abgerückt und ich hoffe sehr, dass die Kabel Deutschland diese ausgestreckte Hand annimmt. Sie muss die dänischen Fernsehsender auf ihrem Platz im Kabelnetz belassen, bis eine Lösung gefunden wurde.

Das neue Signal der dänischen Fernsehsender ist ein Erfolg der intensiven Bemühungen der dänischen Minderheit. Durch Gespräche und Öffentlichkeitsarbeit ist es dem SSF, dem SSW und dem dänischen Grenzverein gelungen, führende Politiker und die Öffentlichkeit in Dänemark von der Bedeutung des dänischen Fernsehens für das Grenzland zu überzeugen. Ich bin sicher, dass die dänische Regierung und das dänische Parlament nicht ruhen werden, bis unser Empfang des dänischen Fernsehens dauerhaft gesichert ist. Ich erwarte von der Landesregierung, dass sie sich jetzt ebenso auf deutscher Seite in die Diskussion einbringt und sich für eine konstruktive Lösung einsetzt.“


Hintergrund

Die dänischen Fernsehsender Danmark Radio und TV2 hatten die Kabel Deutschland GmbH aufgefordert, ihre Programme zum 15. Oktober aus dem deutschen Kabelnetz zu entfernen. Dieses würde rund 300.000 Haushalte in Schleswig-Holstein betreffen. Hintergrund ist eine Auseinandersetzung um die gegenseitigen Entgelte für die Verbreitung der Programme bzw. für Urheberrechte.


  

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