Press release · 07.05.2024 Feuer unter der Rendsburger Hochbrücke war ein Warnsignal für den nationalen und internationalen Verkehr im Norden

PM Stefan Seidler (SSW): Feuer unter der Rendsburger Hochbrücke war ein Warnsignal für den nationalen und internationalen Verkehr im Norden

Anlässlich des gestrigen schweren Brandes in der Kieler Straße in Rendsburg in unmittelbarer Nähe der für den nationalen und internationalen Verkehr wichtigen Rendsburger Hochbrücke äußert sich der SSW-Bundestagsabgeordnete Stefan Seidler wie folgt:

"Viele im nördlichen Landesteil haben gestern den Atem angehalten, als sie die Bilder von Flammen unter der Hochbrücke in Rendsburg gesehen haben. Es ist wirklich ein Glück, dass niemand zu Schaden gekommen ist. Mein Dank gilt den Einsatzkräften vor Ort und ihrem beherzten Eingreifen.

Das Feuer, welches schnell zu sichtbaren Beschädigungen selbst in großer Höhe an der Brücke geführt hat, hat uns gezeigt, wie verwundbar unsere wichtige Infrastruktur am Nord-Ostsee-Kanal ist. Viele Menschen waren gestern im Verkehrschaos gefangen, weil für Züge in Rendsburg und Neumünster Endstation war. Man will sich gar nicht ausmalen, was eine längere Sperrung der Rendsburger Hochbrücke zusätzlich zur Dauerbaustelle Lindaunis für den Verkehr in Schleswig-Holstein und nach Skandinavien bedeutet hätte.

Wir haben gestern ein Warnsignal bekommen, das wir ernst nehmen müssen. Es gilt systematisch zu analysieren, wo es Risiken insbesondere für unsere Hochbrücken entlang des Nord-Ostsee-Kanals gibt, diesen gezielt entgegenzuwirken und Notfallkonzepte zu entwickeln. Gerade mit Blick auf die europäische Bedeutung dieser Bauwerke auch für unsere Nachbarn im Norden muss Minister Wissing hier umgehend aktiv werden. Ich wünsche mir da einen Risikobericht, der mit Land und den Kommunen vor Ort diskutiert wird. Als Eigentümer der meisten Brücken am Kanal ist der Bund gefordert.

Aus meiner Sicht muss bei uns im Norden zudem viel mehr für die Resilienz unsere Infrastruktur getan werden. Während der Sperrung gestern war es kaum möglich, Züge effektiv umzuleiten, weil im nördlichen Landesteil etwa Verbindungskurven vom Jütlandkorridor zur Marschbahn fehlen. Der ganze Güter- und Personenverkehr nach Skandinavien kam zum Stehen. Unglaublich! Wir sehen: Eine Magistrale allein macht keine verlässliche Infrastruktur. Daran wird auch der neue Fehmarnbelttunnel nichts ändern."
 

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