Pressemeddelelse · Kiel · 21.08.2020 SSW-Ratsfraktion zu Verkehrswende und Fahrradstraßen: das Ostufer nicht ausblenden

In ihrer gestrigen Sitzung beschloss die Ratsversammlung, die Neufeldtstraße als Fahrradstraße auszuweisen. Damit entsteht eine neue Fahrradstraße auf dem Westufer, während die SSW-Ratsfraktion im Hinblick auf den Ausbau des Radverkehrs für das Ostufer noch großen Nachholbedarf sieht. Dazu erklärt der Vorsitzende der SSW-Ratsfraktion, Ratsherr Marcel Schmidt:

„Das Aufstellen von Fahrradbügeln und die Ausweisung von Fahrradstraßen sind ein Dauerthema auf dem Kieler Westufer. Auf dem Ostufer hingegen hört man wenig von wegweisenden Verkehrsprojekten abseits des motorisierten Individualverkehrs. Das Westufer hat mehr Fahrradbügel, mehr Velorouten, ein engmaschigeres Fahrradewegenetz und wesentlich mehr Fahrradstraßen. Von denen gibt es auf dem Ostufer in der Tat so wenige, dass die Karte der Kieler Fahrradstraßen in einer Broschüre von ‚Kieler Wege‘ ausschließlich das Westufer zeigt.

Südlich der Schwentine ist das Ostufer fahrradstraßenfrei. Doch gerade dort leiden die Menschen unter den Auswirkungen des motorisierten Individualverkehrs. Sie bekommen eine Baustelle nach der anderen vor die Nase gesetzt und hören viel von den Notwendigkeiten der Verkehrswende, doch findet diese Verkehrswende bisher fast ausschließlich auf dem Westufer statt. Aufs Fahrrad umzusteigen, wird vielen Ostufer-Bewohner*innen wegen der Lücken in der Infrastruktur leider erschwert. Besonders schwierig ist die Situation in Kiel-Gaarden. Dort hat man oft nur die Wahl zwischen Kopfsteinpflaster und einem rutschigen Gehwegbelag. Es gibt keine abgesenkten Bordsteine und deshalb nur erschwerte Bedingungen für Rollstuhl- und Rollator-Nutzende. Auch der Transport von Waren mit Lastenfahrrädern ist in Gaarden praktisch unmöglich.

Hier müssen wir dringend nachbessern. Das Ostufer muss schnell und gründlich an die Radverkehrs-Infrastruktur des Westufers angeschlossen werden. Wir haben die Aufgabe, das Fahrrad als attraktives Beförderungsmittel im Pendelverkehr zu etablieren, damit wir endlich die Zahl der Verbrennungsfahrzeuge auf unseren Straßen effektiv reduzieren können, um gleichzeitig unsere Klimaschutzziele zu erfüllen und die Lebensqualität in der Landeshauptstadt zu steigern.“

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