Pressemeddelelse · Kiel · 24.08.2020 SSW-Ratsfraktion zur Corona-Mail-Affäre: Was ist los bei der SFK?

Die Schlepp- und Fährgesellschaft Kiel ist mit einer skurrilen Corona-Mail aus ihrer Führungsebene in die Schlagzeilen geraten. Die SSW-Ratsfraktion beobachtet den Trend der schlechten Nachrichten aus dem Kieler ÖPNV mit Sorge. Dazu erklärt der Fraktionsvorsitzende Ratsherr Marcel Schmidt:

„Schon wieder ist der Kieler ÖPNV in den Schlagzeilen und schon wieder sind es unangenehme Nachrichten. Nach der Tariferhöhung in der Sommerpause und dem gerechtfertigten Aufschrei über eine sexistische Werbekampagne gibt es nun aus der SFK-Führungsriege irritierende Aussagen zur Corona-Pandemie. Die SFK ist ein Unternehmen mit hohen Investitionen öffentlicher Gelder und mit großer Verantwortung für seine Fahrgäste. Die Menschen in Kiel erwarten zurecht, dass die Steuergelder und SFK-Schiffe in guten und verantwortungsbewussten Händen sind. An der verantwortungsbewussten Führung dieses Schlüsselunternehmens im Kieler ÖPNV darf es keinen Zweifel geben.

Wir erwarten von einem städtischen Unternehmen, dass Fragen und Feedback der Bürger*innen in einer freundlichen und respektvollen Tonlage beantwortet werden. Wir erwarten auch, dass verantwortungsvoll mit dem Thema Corona umgegangen wird. Wir erachten es als selbstverständlich, dass Mitarbeiter*innen im Kieler ÖPNV zwischen Beruflichem und Privatem unterscheiden können. Dass die problematische Mail von so weit oben aus der Unternehmens-Hierarchie stammt, macht die Angelegenheit umso schlimmer. Wir müssen uns fragen, ob der offenbar laxe Umgang mit der Corona-Pandemie auf den SFK-Fähren Ausdruck eines strukturellen Problems ist und inwiefern der zuständige Aufsichtsrat Kenntnis davon hatte. Es wäre schade, wenn die Fahrgäste das Vertrauen in die Schlepp- und Fährgesellschaft verlieren und ein schwer zu heilender Image-Schaden entsteht. Die Sicherheit an Bord muss gewährleistet werden.“

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