Pressemeddelelse · Flensburg · 20.08.2022 Karin Haug: Flensburg kann mehr

Oberbürgermeister-Wahlkampf gestartet. Der SSW geht in die Offensive.

Der SSW Flensburg hatte am Donnerstag zum Wahlkampfauftakt eingeladen. Kreisvorsitzende Katrin Möller stimmte im voll besetzten Flensborghus Gäste und Mitglieder auf einen spannenden Oberbürgermeister-Wahlkampf ein. 
Karin Haug wies in ihrer Rede auf die Vertrauenskrise in Flensburg hin, die sich angesichts vieler versprochener, aber nicht umgesetzter Vorhaben in Flensburg entwickelt habe: „Mir kommt das so vor, also ob man im Auto die Kupplung tritt: das Auto rollt noch ein bisschen, aber die Energieübertragung stockt.“ Flensburg verzettele sich und lasse sich am goldenen Zügel von Fördermittelgebern führen, anstatt die eigenen Prioritäten umzusetzen. Die SSW-Ratsfrau und OB-Kandidatin wird Bürgersprechstunden in den Stadtteilen anbieten, einen Service-Schalter im Rathaus „für allen Menschen ohne PC und Handy“ einrichten und ihre Lobby-Kontakte offenlegen. Harte Kritik äußerte sie an der mangelnden Kooperation mit den Nachbarn. Darum würde man sich in Konflikten gegenseitig den Schwarzen Peter zuschieben: „Daher werde ich  die Ratsversammlung von gemeinsamen Ausschusssitzungen mit Handewitt und Harrislee überzeugen. Auch auf der hauptamtlichen Ebene müssen Flensburg, Harrislee und Handewitt ein starkes, dynamisches Dreieck bilden mit regelmäßigen Abstimmungsrunden.“ Die Verantwortung zur Verbesserung der Förde käme auch auf die Stadt Flensburg zu, die es sich derzeit auf der Zuschauertribüne bequem mache.
Ein wichtiges Thema sei die Energiekrise. Angesichts der steigenden Energiekosten wachse die Angst. „Ein ‚Weiter so‘ wird es mit mir nicht geben. Darum müssen wir über alles  sprechen. Das betrifft auch die Fernwärme. Dieses große Projekt ist fest verbunden mit dem SSW. Wir haben uns für dieses solidarische Projekt immer stark gemacht. Das will ich weiter tun. Aber auch die Betriebspolitik der Stadtwerke muss in dieser Zeit konstruktiv-kritisch hinterfragt werden. Gibt es genug Anreize zum Energiesparen? Sind die Tarife sozial genug? Wie binden wir Solaranlagen und dezentrale Nahwärmenetze ins bestehende Netz ein? Diese Fragen müssen wir beraten.“
Karin Haug startet ihre Tour durch alle Stadtteile heute in Weiche.

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“Jetzt ist die Stunde der Politik, nicht die der Juristen oder der Ingenieure. Und vor allem ist das nicht die Stunde der Aussitzer, Zauderer und der Ankündigungen. In der Ratsversammlung müssen wir in den nächsten Wochen belastbare Antworten finden auf die Frage nach den richtigen Maßnahmen. Wir sind die Schnittstelle, die der Stadt das Zutrauen geben muss, das wir gemeinsam die Krise meistern können. “

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