Pressemeddelelse · 02.09.2011 Gigaliner: Schleswig-Holstein soll aussteigen

Der SSW fordert die Landesregierung auf, sich aus dem Feldversuch mit den „Gigaliner“-Groß-LKW zurückzuziehen. „Die Gigaliner werden insbesondere auf Bundes- und Landesstraßen zu erheblichen Problemen mit der Verkehrssicherheit führen. Das gilt nicht nur in Ortschaften, sondern gerade auch bei Überholvorgängen auf den Überlandstrecken. Außerdem ist die Züchtung von Megalastern verkehrs- und umweltpolitisch ein Irrweg, den Schleswig-Holstein nicht mitgehen sollte“, sagt der verkehrspolitische Sprecher der SSW-Landtagsfraktion, Lars Harms, der einen entsprechenden Antrag für die September-Tagung des Landtags gestellt hat.

„Gigaliner tragen dazu bei, dass Verkehre von der Schiene auf die Straße verlegt werden und schaden damit der Umwelt. Der Betrieb von Gigalinern führt zu einer höheren Belastung unseres schon jetzt stark belasteten Straßensystems und er bedeutet eine erhöhte Gefahr für die Verkehrssicherheit. Die Bundesregierung denkt aber rein wirtschaftspolitisch und pfeift auf die Einwände. Das zeigt schon die Tatsache, dass das Bundesverkehrsministerium von sich aus einfach gänzlich ungeeignete Straßen wie die B 5 zwischen Husum und Meldorf und die B 199 zwischen Niebüll/Leck und Flensburg für den bundesweiten Feldversuch mit Gigalinern einplant, obwohl diese gar nicht von Schleswig-Holstein dafür angemeldet wurden.

Die Gigaliner fahren auf einem ganz großen politischen Irrweg. Wenn wir sie erst auf unsere Straßen lassen, dann werden viele Spediteure diese Fahrzeuge anschaffen und wir werden die Geister nie los, die wir riefen. Deshalb fordern wir die Landesregierung auf, umgehend aus diesem Experiment auszusteigen.“


Den Antrag des SSW finden Sie in der Landtagsinfothek hier (pdf-Datei)



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