Press release · 24.08.2021 Haushalt ohne Netz und Boden

Zum Haushaltsentwurf der Jamaika-Koalition für 2022 erklärt der Vorsitzende des SSW im Landtag, Lars Harms:

Dass der Haushalt 2022 nach mehr als anderthalb Jahren Corona kein Zuckerschlecken wird, war abzusehen. Nach Rekord-Einnahmejahren, in denen die Jamaika-Koalition ideologische Risse stets mit Geld füllen konnte, blicken wir erstmals auf einen Haushalt, der ohne Netz und Boden auskommen muss. Und das trotz den von der Küstenkoalition gebildeten IMPULS-Mitteln und milliardenschwerer Notkredite. Ohne diese, so ehrlich sollte man schon sein, wäre die selbsternannte "Investitions-Koalition" heute bankrott.
Begrüßenswert ist, dass Jamaika zusätzliche Stellen bei der Polizei, der Steuerverwaltung und in der Justiz schaffen will. Hier ist jeder Cent gut angelegt. Sehr schade ist hingegen, dass Jamaika dem Bedarf an Lehrkräften keine Priorität mehr einräumt und sich damit vom erfolgreich eingeleiteten Kurs der Küstenkoalition verabschiedet. Ob 500.000 Euro reichen, um die deutlich unterdurchschnittliche Ganztagsschulquote Schleswig-Holsteins merkbar zu verbessern, dürfte ebenfalls bezweifelt werden.
Und was gänzlich fehlt im Jamaika-Papier, ist jedwede finanzielle Vorsorge für die mögliche, wenn nicht sogar wahrscheinliche und aus Sicht des SSW auch berechtigte Nachzahlung von Weihnachtsgeldern an die Beamtinnen und Beamten im Land.
Und würde Jamaika nicht Millionen in Frackinggas-Terminals und einen Abschiebeknäste versenken, die kein Mensch braucht, müsste man auch nicht den Rasenmäher durch die Ministerien jagen.
 

Weitere Artikel

Press release · 28.08.2026 Das Grenzland ist keine Müllkippe für schwarz-grüne Probleme

Zu den Plänen der Landesregierung, Bauschutt aus dem Rückbau des Atomkraftwerks Brokdorf per Zwangszuweisung in Harrislee zu deponieren, erklärt der Vorsitzende der SSW-Landtagsfraktion, Christian Dirschauer:

Weiterlesen

Press release · Kiel · 01.09.2026 Abwassergebühren: Klarheit statt voreiliger Erhöhung

Zur Presseberichterstattung über die Schmutzwassergebühr, welche laut Verwaltung im kommenden Haushalt um mehr als 50 Prozent erhöht werden soll, erklärt der Vorsitzende der SSW-Ratsfraktion Kiel, Ratsherr Marcel Schmidt:

Weiterlesen

Press release · Kiel · 01.09.2026 Afghanische Kieler*innen schützen: Land und Bund müssen handeln

Zur Debatte der Aktuellen Stunde in der vergangenen Ratsversammlung um die Situation afghanischer Staatsangehöriger in Kiel und ihrer problematischen Situation um die afghanische Botschaft in Berlin erklärt Ratsmitglied Jaqueline Hörlöck, Sprecherin für Migration der SSW-Ratsfraktion Kiel:

Weiterlesen