Pressemeddelelse · 09.03.2015 Landesverband der Sinti und Roma leistet wichtige Integrationsarbeit

Lars Harms informierte sich über die Arbeit des Landesverbandes der Sinti und Roma in Kiel. „Jeder Euro, den wir in diese Arbeit stecken, ist ein gut investierter Euro, der allen zugute kommt“, stellt der Vorsitzende des SSW im Landtag fest.“

KIEL. Seit diesem Jahr hat das Land seine Zuwendungen an den Landesverband der Sinti und Roma um über 300.000 Euro erhöht. Das zusätzliche Geld soll insbesondere in die Finanzierung der Sozialberatung der Sinti und Roma sowie in die Arbeit der Bildungsberater fließen. 

„Wir leisten nicht nur Sozialberatung für Sinti und Roma aus Schleswig-Holstein, sondern auch Roma, die aus anderen Ländern zu uns geflüchtet sind, und für die wir eine besondere Verantwortung empfinden“, erklärte der Landesverbandsvorsitzender Matthäus Weiß, als Lars Harms dem Landesverband kürzlich einen Informationsbesuch abstattete. 

Harms zeigte sich beeindruckt von der Beratungsqualität: 

„Der Landesverband der Sinti und Roma leistet eine wichtige Integrationsarbeit, die auch den Staat entlastet. Jeder Euro, den wir in diese Arbeit stecken, ist ein gut investierter Euro, der allen zugute kommt“, stellte der SSW-Abgeordnete fest. 

Gleiches gelte für die Bildungsberater, die Grundschülern der Minderheit in der Schule zur Seite stehen und einen intensiven Kontakt zwischen Schule und Elternhaus ermöglichen. 

„Genau diese seit Jahren erfolgreiche Arbeit wollen wir mit den zusätzlichen Geldern unterstützen. Wir brauchen mehr Menschen aus der Minderheit der Sinti und Roma, die mit in die Schulen gehen, damit die Jugendlichen hier bessere Startchancen bekommen“, sagte Harms. 

Matthäus Weiß sprach noch ein besonderes Problem der Minderheit an: „Weil Gräber in der Regel nach 25 Jahren aufgelöst werden, wenn Familien die Kosten hierfür nicht tragen können, drohen Gräber von Menschen, die den Holocaust überlebt hatten, aufgelöst zu werden. Dies bedeutet auch für die Minderheit selbst, dass ein Teil ihrer Geschichte droht verloren zu gehen“, so der Landesverbandsvorsitzende. 

Lars Harms versprach, sich dafür einzusetzen, dass es künftig finanzielle Hilfen zum Erhalt dieser Gräber gibt.  

„Hier geht es im Grunde um Erinnerungsstätten, die an die dunkelste Zeit deutscher Geschichte erinnern. Und zugleich sind sie Teil des kollektiven Gedächtnisses der Minderheit der Sinti und Roma“, so der SSW-Frontmann im Landtag. 

Weitere Artikel

Pressemeddelelse · 24.04.2024 Ein Etappensieg

Zum gestrigen Urteil des Bundesverwaltungsgericht zum Bau der A 20 erklärt die verkehrspolitische Sprecherin der SSW-Landtagsfraktion, Sybilla Nitsch:

Weiterlesen

Pressemeddelelse · 24.04.2024 Grenzkontrollen sind nichts weiter als Symbolpolitik

Zur heutigen Abstimmung im Europaparlament zur Überarbeitung des Schengener Grenz-Codex äußert sich der SSW-Bundestagsabgeordnete Stefan Seidler wie folgt:

Weiterlesen

Pressemeddelelse · 24.04.2024 Maastricht-Debatte zur Europawahl Maylis Roßberg diskutiert europäische Minderheitenpolitik mit Ursula von der Leyen

Showdown vor der Wahl: Am 29. April 2024 treffen die SpitzenkandidatInnen der europäischen Parteien im Rahmen der sogenannten Maastricht-Debatte aufeinander. Mit dabei: Die ehemalige SSW-Jugendvorsitzende Maylis Roßberg.

Weiterlesen