Press release · 07.07.1999 Verbeamtung der Lehrkräfte: SSW steht Entscheidung der Landesregierung mit gemischten Gefühlen gegenüber

Bei der Aktuellen Stunde zu den "Auswirkungen der Ministerpräsidentenkonferenz auf die Personalpolitik des Landes Schleswig-Holstein", sagte die Vorsitzende des SSW im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Anke Spoorendonk, heute unter anderem:

"Der SSW steht der Entscheidung der Landesregierung, angestellte Lehrkräfte ins Beamtenverhältnis zu übernehmen, wenn sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen, mit sehr gemischten Gefühlen gegenüber. Wir begrüßen natürlich, daß durch diesen Beschluß kurzfristig bis zu 800 neue Lehrerstellen möglich werden, für Strukturverbesserungen bei den unteren Einkommen von Polizei, Justiz und Steuerverwaltung gesorgt wird und daß auch die Neuverschuldung reduziert werden kann.

Aber wir vertreten weiterhin die Auffassung, daß diese Entscheidung langfristig eine sehr große finanzielle Belastung für den Landeshaushalt darstellt. Durch die ermöglichte Verbeamtung von angestellten Lehrern, wird den künftigen Generationen von Steuerzahlern eine unverantwortlich hohe Pensionslast zugeschoben.

Allerdings blieb der Landesregierung kaum eine andere Wahl, als jetzt erst einmal einen Schlußstrich bei der Entbeamtungspolitik zu ziehen. Auch der SSW hat sich immer dafür ausgesprochen, daß ein Alleingang Schleswig-Holsteins in dieser Frage auf Dauer nicht durchzuhalten ist. Dazu kam die sehr schwer zu vermittelnde Tatsache, daß angestellte Lehrkräfte unter dem Strich weniger als verbeamtete Lehrerinnen und Lehrer in ihrer Gehaltstüte vorfanden.

Der jetzt vorgeschlagene Kompromiß, daß angestellten Lehrkräfte unter bestimmten Voraussetzungen nach fünf Jahren in ein Beamtenverhältnis übernommen werden können, ist vor dem Hintergrund der mißlichen Lage akzeptabel. Damit bleibt die Flexibilität der Schulen gewahrt, die angestellten Lehrkräfte bekommen eine vernünftige Perspektive und auch die eingezahlten Rentenbeiträge der Landesregierung gehen nicht verloren."

Weitere Artikel

Press release · 25.03.2026 Theater sichern heißt Kultur sichern

Der SSW hat heute einen Antrag in den Landtag eingebracht, der die Fortschreibung des bestehenden Theaterkonzepts für Schleswig-Holstein bis 2031 fordert und damit die Grundlage für eine verlässliche Zukunft der öffentlichen Bühnen schaffen soll.

Weiterlesen

Press release · 25.03.2026 Missunde III: Planungsfehler werden zur Dauerbelastung für die Region

Anlässlich des heutigen Berichts der Landesregierung im Wirtschaftsausschuss zum Stand der Missunde III erklärt die wirtschaftspolitische Sprecherin der SSW-Landtagsfraktion, Sybilla Nitsch:

Weiterlesen

Press release · 23.03.2026 Apothekenprotest ist ein Warnsignal - auch für die Landesregierung

Zu den heutigen bundesweiten Protesten der Apotheken erklärt der Vorsitzende der SSW-Landtagsfraktion, Christian Dirschauer:

Weiterlesen