Pressemitteilung · Kiel · 22.09.2025 Weniger Schilderwald in Kieler Wahlkämpfen

Zur Ablehnung seines Ratsantrags zur Reduzierung von Wahlplakaten in den kommenden Kieler Wahlkämpfen erklärt Ratsherr Marcel Schmidt, Vorsitzender der SSW-Ratsfraktion Kiel:

„Unser gemeinsam mit der FDP gestellter Antrag ‚Wahlwerbung: Umwelt schonen – Meinungsvielfalt erhalten‘ (Drs. 0852/2025-01) sollte die Plakatmenge, die die Parteien in Wählkämpfen an die Kieler Straßenlaternen hängen dürfen, um ein Drittel reduzieren. Die bisherigen Wahlkämpfe sind in den letzten Jahren immer mehr zu Materialschlachten verkommen, in denen sich die politischen Parteien durch das schiere Anhäufen von Wahlplakaten zu überbieten versuchten.

Aktuell darf jede Partei 1500 Wahlplakate – in der Regel zu Doppelplakaten zusammengefasst – an jeweils 750 Standorten im Stadtgebiet verteilen. Nehmen wir allein die neun im Rat vertretenen Parteien als Rechengrundlage, kommt man dabei auf insgesamt 13.500 Einzelplakate, die nicht nur aufwändig auf- und abgehangen werden, sondern hinterher auch entsorgt werden müssen. Obendrein kann der Wildwuchs an den Laternen auch negative Auswirkungen auf Sichtlinien im Straßenverkehr haben. 

Mit unserem Antrag wollten wir die Plakatmenge um ein Drittel reduzieren: jede Partei hätte nur noch an 500 Standorten ihre Doppelplakate aufhängen dürfen. Leider stieß dieser Vorstoß trotz des immer wichtiger werdenden Online-Wahlkampfs, der die Relevanz von Plakaten im Straßenbild weiter in den Hintergrund rückt, in der Ratsversammlung auf wenig Gegenliebe. Dabei hat uns vor allem überrascht, dass auch die Grünen den Antrag abgelehnt haben. Wir können nur vermuten, dass hier der Kooperationszwang im Spiel war.“

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