Veranstaltung · 19.09.2026 Arbejderhistoriefestival 2026
Am Samstag, den 19. September 2026, lädt das Flensburger Arbeitergeschichtsfestival zu einem abwechslungsreichen Tag mit Vorträgen, Debatten, Gesang und Musik rund um die Geschichte und Kultur der Arbeiterbewegung ein. Die Veranstaltung findet von 10.30 bis 16.00 Uhr im Flensborghus, Norderstraße 76 in Flensburg, statt. Der Eintritt ist frei.
- Start der Veranstaltung: 19.09.2026
- Veranstaltungsort: Flensborghus, Flensborg
Das Programmheft findest du hier.
Geschichte der Arbeiterbewegung im deutsch-dänischen Grenzland
Das Festival bietet zwei parallele Vortragsreihen in deutscher und dänischer Sprache. Dabei geht es sowohl um die Geschichte der Arbeiterbewegung im Grenzland als auch um gesellschaftliche und politische Entwicklungen in Deutschland und Dänemark.
Um 10.30 Uhr eröffnen Christian Dirschauer vom SSW und Mads Bruun Pedersen von SFAH das Festival. Anschließend gibt es ein gemeinsames Morgensingen mit Pia Wippich-Schulz.
Die Veranstaltung findet auf Deutsch und Dänisch statt. Damit alle Besucherinnen und Besucher unabhängig von ihren Sprachkenntnissen am gesamten Programm teilnehmen können, wird eine Simultanübersetzung zwischen Deutsch und Dänisch angeboten.
Ab 11.00 Uhr stehen unter anderem folgende Themen auf dem Programm:
- Kirsten Folke Harrits spricht über Arbeitsfotografie als Methode und die Dokumentation des Wandels großer Arbeitsstätten.
- Helmut Müller-Enbergs beschäftigt sich mit der Überwachung und Spionage gegen die Arbeiterbewegung in Schleswig-Holstein. Dabei reicht der historische Bogen vom Kaiserreich über den Widerstand während der NS-Zeit bis zum Kalten Krieg.
- Astrid Elkjær Sørensen berichtet über den Hausfrauenaufstand von 1947 in Dänemark und die Geschichte der Frauenrechts- und Hausfrauenvereinigungen.Caroline Weber widmet sich den frühen Jahren der Arbeiterwohlfahrt in Schleswig-Holstein und insbesondere der Rolle von Frauen und Kindern zwischen Flensburg und Hamburg.
- René Karpantschof spricht über die politischen Auseinandersetzungen und extremen Strömungen in Dänemark und Schleswig in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen.
- Anke Spoorendonk beleuchtet die sogenannte Blutnacht von Flensburg. Am 4. Januar 1921 wurden vor der damaligen Polizeikaserne auf dem Duburg elf Demonstranten erschossen. Ihr Vortrag ordnet die Ereignisse in die politischen Konflikte und Unruhen der damaligen Zeit ein.
Gemeinsamer Abschluss
Von 15.00 bis 16.00 Uhr endet das Festival mit einem gemeinsamen Vortrag von Claus Bryld zur Weltgeschichte der politischen Linken. Der Historiker zeichnet die Entwicklung der Idee der Gleichheit über fast 400 Jahre nach, von der Englischen und Französischen Revolution über Anarchismus und Marxismus bis hin zu Dekolonialismus, Feminismus, Bürgerrechtsbewegung und heutigen politischen Strömungen.