Pressemitteilung · 22.07.2026 Finanzierungslücke bei Rader Hochbrücke: Seidler fordert klare Zusage vom Bund
Der Norden darf bei der Infrastruktur nicht wieder hintenangestellt werden.
„Je länger ich drüber nachdenke, weiß ich ehrlich gesagt nicht, ob ich lachen oder weinen soll. Wenn das zweite Teilbauwerk nicht kommt, macht sich der Bund gegenüber den Menschen im Norden und unseren skandinavischen Nachbarn komplett lächerlich“, kommentiert der SSW-Bundestagsabgeordnete Stefan Seidler die unklare Finanzierung des zweiten Teilbauwerks zum Ersatzneubau der Rader Hochbrücke.
„Erst Anfang Juli habe ich mir vor Ort ein Bild gemacht. Das erste Teilbauwerk liegt im Zeitplan und im Kostenrahmen. Ein echtes Vorzeigeprojekt. Umso unverständlicher ist es für mich, dass jetzt plötzlich die Finanzierung für den zweiten Bauabschnitt infrage steht. Dabei müsste eigentlich klar sein: Je mehr Zeit wir uns mit dem eigentlichen Bau lassen, desto teurer wird es. Denn Trödelei, Bürokratie und langwierige Entscheidungsprozesse kosten Zeit und treiben die Kosten weiter in die Höhe. Wer jetzt zögert, zahlt am Ende doppelt.“
Seidler weiter: „Wir brauchen jetzt eine verbindliche Zusage, dass die Finanzierung durch die Autobahn GmbH des Bundes steht, damit das zweite Teilbauwerk planmäßig umgesetzt werden kann. Als Berichterstatter für den Verkehrsetat werde ich bei dem Thema in den anstehenden Verhandlungen zum Bundeshaushalt 2027 in die Offensive gehen und dem Verkehrsministerium viele unbequeme Fragen stellen.“
„Dabei setze ich auch auf die Unterstützung meiner schleswig-holsteinischen Kollegen im Bundestag und auf Schützenhilfe der Landesregierung, denn die Rader Hochbrücke ist nicht nur für uns in Schleswig-Holstein, sondern auch für ganz Nordeuropa lebenswichtig. 80 Prozent des skandinavischen Exports läuft über diese Achse. Eine halbfertige Lösung können wir uns wirtschaftlich und verkehrspolitisch schlicht nicht leisten. Gemeinsam müssen wir darum in Berlin deutlich machen: Der Norden darf bei der Infrastruktur nicht wieder hintenangestellt werden.“