Pressemitteilung · 14.05.2014 Sieger sind die Lehramt-Studierenden und unsere Schulkinder

Zur Einigung der Universitäten in Flensburg und Kiel über die Fächerausgestaltung im Rahmen der Neugestaltung der Lehrerbildung erklärt der Vorsitzende des SSW im Landtag, Lars Harms:

Mit der jetzt gefundenen Einigung ist es Bildungsministerin Wara Wende und den beteiligten Vertretern der Hochschulen nicht nur gelungen, die Debatte um die Neuausrichtung der Lehrerbildung wieder auf eine Sachebene zu stellen. Auch inhaltlich kann sich das Ergebnis sehen lassen. 

Uns als SSW war es ein großes Anliegen, dass die für die Universität Flensburg so wichtige Lehrerbildung im Zuge der Reform durch ein Oberstufenprofil mit einer auskömmlichen Fächerzahl gestärkt wird. Diesem Anspruch wird die Einigung gerecht. Neben den sieben ursprünglich vereinbarten Fächern Deutsch, Mathe, Englisch, Dänisch, Spanisch, Geschichte und WiPo werden nun auch die Fachbereiche Kunst, Sport und Französisch auf Oberstufenniveau angehoben. 

Das Fach Kunst wird in Kooperation mit der renommierten Muthesius Kunsthochschule für sowohl Kiel als auch Flensburg ganz neu konzipiert. Ferner soll in Flensburg das Fach Gesundheits-, Ernährungs- und Verbraucherbildung ausgebaut und bei der Kultusministerkonferenz als Schulversuch beantragt werden. 

Die naturwissenschaftlichen Fächer Biologie, Chemie, Physik, Geographie sowie der Fachbereich Technik bleiben in Flensburg auf Mittelstufe-Niveau erhalten. Hier besteht jedoch im Rahmen der vereinbarten Hochschulkooperation die Möglichkeit, die entsprechenden Sek-II-Module im Anschluss an der Kieler CAU zu belegen.  

Beide Hochschulen haben sich heute glasklar zu dieser Regelung bekannt und ihren Zusammenarbeitswillen bekundet. Damit steht nun fest, dass die Bemühungen der Opposition, regionalpolitische Neiddebatten gegeneinander aufzuwiegeln, letztlich vergebens waren. 

Im Gegensatz zur CDU und FDP haben bei den Universitäten die Sachargumente gesiegt und der Wille, die Neuausrichtung der Lehrerbildung gemeinsam auf die Zielgerade zu führen.

Am Ende dieses Prozesses werden zwei sowohl gleich- als auch hochwertige Lehrämter an unseren Hochschulstandorten stehen, die gestärkt in den nationalen Wettbewerb um die beste Lehrerausbildung in Deutschland gehen können.

Die Gewinner der Lehrerbildungsreform werden die Studierenden sein, die sich schon bald einer modernen, an den schulischen Realitäten ausgerichteten Lehrerbildung erfreuen können. Die eigentlichen Sieger aber sind unsere Schulkinder im Land, die von der neuerworbenen Expertise der angehenden Lehrerinnen und Lehrer ein Leben lang profitieren werden. 

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