Pressemitteilung · Rendsburg-Eckernförde · 06.10.2026 Geplante Sanierung der B76-Osterbek-Brücke bei Fleckeby SSW fordert Lösung noch vor Landtagswahl
Landtagsabgeordnete Jette Waldinger-Thiering fordert von der Landesregierung eine Zusage für eine schnelle Lösung zur geplanten Sanierung der Osterbek-Brücke. Eine monatelange Vollsperrung der B76 würde einen wirtschaftlichen Kahlschlag für die gesamte Region nach sich ziehen.
„Spätestens bis Dezember erwarte ich von der Landesregierung, dass sie eine verlässliche und verbindliche Lösung auf den Tisch legt. Einwohner und Betriebe von Fleckeby und der gesamten Region müssen sich darauf verlassen können“, fordert Jette Waldinger-Thiering, die den Wahlkreis Eckernförde im Landtag vertritt.
„Ich bin selbst in Fleckeby aufgewachsen. Hier gibt es noch Lebensmittelhändler und Bäcker in Familienbetrieb, die selbst ausbilden und regionale Arbeitsplätze sichern. Ein Zentralort wie Fleckeby versorgt ja nicht nur die eigenen Einwohner, sondern auch die umliegenden Dörfer, sei es mit Lebensmitteln, Bäcker, Apotheke, Ärztehaus, Tankstelle und vieles mehr. So ein Ort darf nicht durch eine Vollsperrung verkehrstechnisch abgehängt werden. Wir sehen ja, welch schlimme Folgen die desaströse Bauplanung des Landes bei den Schleiquerungen Lindaunis-Brücke und Missunde-Fähre für Bewohner und Unternehmen der Schleidörfer haben.“
Denn nicht nur die ortsansässigen Geschäfte und Betriebe sehen in einer monatelangen Totalsperrung der B 76 auf Höhe von Götheby-Holm eine existentielle Bedrohung. Betroffen ist die gesamte Region, ob Notfall- und Krankentransport, Pendler, Schülerverkehr, Schwertransport, Landwirtschaft, Touristen: Alle müssten sehr lange Umwege auf sich nehmen über zu enge Straßen, die nicht für eine solche Frequenz ausgelegt sind und eine völlig überlastete A7, die wegen häufiger Sperrungen und jahrelangem Brückenbau selbst Entlastung braucht.
Im Gespräch mit Michael Paasch, Betreiber des Edeka-Markts in Fleckeby, wird deutlich, dass eine Umgehungsbrücke die beste Lösung wäre. Daran arbeitet nun der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr (LBV.SH), aber erst nach erheblichen und lautstarken Protesten der ortsansässigen Unternehmen und Gemeindevertreter.