Pressemitteilung · 17.05.2017 SSW nimmt Oppositionsrolle an

Der Südschleswigsche Wählerverband wird sich definitiv nicht an der Bildung einer neuen Landesregierung beteiligen. Dies bestätigte der SSW-Hauptausschuss am Dienstagabend in Schleswig.

Aus der Abwahl der Küstenkoalition und den Stimmenverlusten des SSW ließe sich kein neuer Regierungsauftrag ableiten. Dies gelte es zu respektieren, stellte SSW-Landesvorsitzender Flemming Meyer fest. 

"Der SSW hatte gute Gründe, sich 2012 an der Landesregierung zu beteiligen – insbesondere auch, um die einseitigen Sparmaßnahmen der schwarz-gelben Vorgängerregierung rückgängig zu machen", erinnerte der Landesvorsitzende. 

Die Küstenkoalition habe fünf Jahre lang vertrauensvoll zusammen gearbeitet und viel für das Land bewegt. Da die politischen Schnittmengen mit SPD und Grünen weiterhin groß gewesen seien, nicht aber mit anderen Parteien, hätte der SSW bereits vor der Wahl mitgeteilt, dass eine Regierungsbeteiligung des SSW nur mit der Küstenkoalition infrage käme.   

"Die Wählerinnen und Wähler in Schleswig-Holstein haben anders entschieden, deshalb gibt s jetzt nur eine Option: Wir werden die Oppositionsrolle annehmen und sie engagiert, konstruktiv und mit guten Lösungsvorschlägen mit Leben füllen. So wie wir es in den 65 Jahren vor der Regierungsbeteiligung immer getan haben", so der Landesvorsitzende Flemming Meyer.  

Öffentlichen Spekulationen über eine „Tanzania“-Koalition oder die Tolerierung einer Landesregierung durch den SSW erteilte der Vorsitzende des SSW im Landtag, Lars Harms, eine klare Absage: "Für eine Rolle als Mehrheitsbeschaffer stehen wir nicht zur Verfügung. Wir mögen eine Wahl verloren haben, nicht aber unsere Glaubwürdigkeit", sagte Harms. 

Der SSW-Hauptausschuss verabschiedete im Anschluss an die Debatte eine 5-Punkte-Erklärung, in der die Minderheitenpartei sich zu ihrer Oppositionsrolle bekennt und nun einen Analyse-Prozess anstoßen will, der die Grundlage für ihre zukünftige Strategie bilden soll. 

Stehende Ovationen gab es für Anke Spoorendonk, die so Landeschef Meyer "als erste Landesministerin in der Geschichte unserer Partei einen ganz hervorragenden Job gemacht hat."
Großes Lob erhielten auch Spitzenkandidat Lars Harms und die vielen Wahlhelferinnen und Wahlhelfer, die über Wochen im ganzen Land aktiv gewesen waren, um für die Positionen des SSW zu werben. 


Die 5-Punkte-Erklärung des SSW-Hauptausschusses ist unter folgendem Link abrufbar: 

www.ssw.de/fileadmin/user_upload/ssw.de/Textservice/PolitischeErkla__rung16052017.pdf

Weitere Artikel

Pressemitteilung · 03.12.2025 Gesundheit darf nicht kaputtgespart werden

Zum Vorschlag des GKV-Spitzenverbands über ein Milliarden-Sparpaket zur Verhinderung drohender Anstiege der Krankenkassenbeiträge erklärt der gesundheitspolitische Sprecher des SSW, Christian Dirschauer:

Weiterlesen

Pressemitteilung · Kiel · 04.12.2025 Kieler Wirtschaft stützt Olympia: Chance mit Verantwortung nutzen

Zur Gründung der „Feuer und Flamme für Kiel GmbH“ und der Rolle der Kieler Wirtschaft in der Olympia-Bewerbung erklärt Ratsherr Marcel Schmidt, Vorsitzender der SSW-Ratsfraktion Kiel:

Weiterlesen

Pressemitteilung · 03.12.2025 SSW fordert verlässliche Dokumentation in der Abschiebehaft

Zum heutigen Bericht der Landesregierung im Innen- und Rechtsausschuss über die öffentlich gewordenen Vorwürfe eines mutmaßlichen gewaltsamen Übergriffs in der Abschiebehaft Glückstadt erklärt die innen- und rechtspolitische Sprecherin der SSW-Landtagsfraktion, Sybilla Nitsch:

Weiterlesen