Pressemitteilung · Kiel · 25.03.2020 SSW-Ratsfraktion Kiel: Systemrelevante Arbeit endlich fair und gerecht bezahlung

Die SSW-Ratsfraktion dankt allen Angestellten, die aktuell an vorderster Front gegen das Coronavirus kämpfen. Die Krise zeigt eindrücklich, dass diese Menschen für unsere Gesellschaft systemrelevant sind. Wir werden dafür sorgen, dass ihre Arbeit auch nach der Krise in Form von gerechter Bezahlung und einer Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen die richtige Wertschätzung findet. Dazu erklären Ratsherr Marcel Schmidt und Ratsfrau Dr. Susanna Swoboda, Vorsitzender und stellvertretende Vorsitzende der SSW-Ratsfraktion:

„Die SSW-Ratsfraktion ist außerordentlich dankbar für das überwältigende Engagement und die unermüdlichen Leistungen all jener, die in dieser schwierigen Zeit unser Land und unsere Stadt am Laufen halten. Wir danken der Verwaltung für ihr kompetentes Krisenmanagement, wir danken allen Freiwilligen, die sich ehrenamtlich in der Zivilgesellschaft engagieren, um andere zu unterstützen und wir danken denen, die unter Einsatz ihrer Gesundheit an der vordersten Front im Kampf gegen das Coronavirus Menschenleben retten.


Die Mitarbeiter*innen unseres Gesundheitssystems, erweisen sich in der Krise als absolut systemrelevant. Unsere bereits im letzten Jahr begonnenen Anstrengungen (Drs. 0054/2019), die Arbeitssituation des Personals im Städtischen Krankenhaus zu verbessern, werden wir konsequent fortführen. Es geht uns nicht bloß darum, den Angestellten zu einem auskömmlichen Einkommen zu verhelfen, sondern auch ihre oft entbehrungsreiche Tätigkeit mit Arbeitsbedingungen zu würdigen, die ihrer Wichtigkeit für die Gesellschaft angemessen sind. Wenn wir künftig über die dringend notwendigen Verbesserungen im Gesundheitssystem reden, müssen wir daran denken, dass wir alle Beschäftigten im Gesundheitssektor mitnehmen.


 Ärzte und Pflegekräfte leisten unschätzbare Arbeit im Gesundheitssektor, doch ohne das vielfach sehr schlecht bezahlte Servicepersonal in den Kliniken wäre das nicht möglich. Wer den OP-Saal, die Intensivstation und die anderen Stationen und Bereiche eines Krankenhauses professionell reinigt, trägt erheblich zum Behandlungserfolg bei und verhindert, dass sich Keime und Viren in Krankenhäusern ausbreiten können.
Die Wertschätzung, die diese Menschen jetzt zurecht erfahren, muss über die Krise hinaus Bestand haben und bei der Neuaufstellung unseres Gesundheitswesens unbedingt berücksichtigt werden. Die Schere zwischen den Berufsgruppen darf in unserem Gesundheitssystem nicht noch weiter auseinandergehen: Sie alle retten gemeinsam Menschenleben und wir müssen ausnahmslos alle mitnehmen, wenn nach der Krise ein neuer Kurs gefahren wird.“

 

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