Pressemeddelelse · Flensburg · 02.04.2020 Hafen dicht machen war schon lange geplant

Ein Kommentar von Daniel Dürkop

In seinem Kommentar zu der SPD-Forderung den Wirtschaftshafen in Flensburg zu beerdigen, schreibt der Leiter der Stadtredaktion, Julian Heldt „Es ist Zeit, sich auf Seiten von Politik und Verwaltung ehrlich zu machen“. In diesen Worten steckt viel Wahrheit. Die Stadtverwaltung, Grüne, SPD und CDU haben von Anfang an in Kauf genommen (gewusst?), dass die von Ihnen favorisierte Planung am Ostufer das Ende des Wirtschaftshafens bedeuten könnte (wird). Nur laut sagen wollten sie es nicht. Anstatt den Bürgern gegenüber ehrlich zu sein, hat man die völlig unrealistische Alternative „Westufer“ ins Spiel gebracht.

Eine Alternative Planung am Ostufer, wie vom SSW gefordert, die ein Nebeneinander von neuem Stadtteil und Wirtschaftshafen ermöglicht hätten, wurde von Verwaltungsspitze, Grünen, SPD und CDU nie gewollt. Dann lieber den steigenden Absatz im Wirtschaftshafen abwürgen.

Für den Flensburger Norden wäre ein Nichtumzug eine gute Nachricht. Die Argumentation der SPD, bei der neben den hohen Kosten eben auch der Schutz der Anwohner eine Rolle spielt, zeigt aber nur zu deutlich die Strategie von Verwaltung und Ratsmehrheit: Erstmal den Hafen verlegen wollen, damit der Wiederstand gegen das Bauprojekt Hafen Ost nicht zu groß wird und später einfach den Laden dicht machen.

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