Pressemitteilung · 13.10.2015 Ein großer Wurf - für alle Seiten

Zur Vereinbarung über die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte für Flüchtlinge erklärt der Vorsitzende des SSW im Landtag, Lars Harms:

Mit der nun getroffenen Vereinbarung haben Landesregierung und Kassen eine gute, unbürokratische Lösung gefunden, von der alle Seiten profitieren. 

Allen vorweg die Flüchtlinge selbst, für die der Spießrutenlauf nach Behandlungsscheinen im Krankheitsfall endlich bald der Vergangenheit angehört. Sie können künftig, wie jeder andere Mensch auch, einfach zum Arzt gehen, statt zunächst einen Behandlungsschein in ihrer Gemeinde beantragen zu müssen. 

Anders herum kann es auch nicht Aufgabe der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Kommunalverwaltungen sein, festzustellen, ob ein Flüchtling ärztlicher Behandlung bedarf um dann die Sozialgesetzgebung nach möglichen Leistungen zu wälzen.   

Insofern stellt die Gesundheitskarte für Flüchtlinge auch für die Kommunen eine erhebliche Entlastung dar. Die Nutzung etablierter Kassenstrukturen gewährleistet Effektivität, Kompetenz und Sicherheit für alle Beteiligten, da hier das benötigte Knowhow vorhanden ist. 

Wir vom SSW begrüßen die nun getroffene Vereinbarung außerordentlich. Denn sie ermöglicht endlich, worum es bei der medizinischen Versorgung akut erkrankter Flüchtlinge eigentlich geht: Schnelle, unbürokratische und kompetente Hilfe. Die elektronische Gesundheitskarte für Flüchtlinge ist ein großer Wurf – für alle Seiten. 

Weitere Artikel

Rede · 21.02.2024 Pflegeeltern stärken und wertschätzen

„Pflegefamilien leisten einen unschätzbar wertvollen Beitrag für die Gesellschaft und verdienen deutlich mehr Anerkennung“

Weiterlesen

Rede · 23.02.2024 Runter von der Bremse beim Radwegebau

„Die Ziele der Radstrategie sind klar definiert. Wir können also gespannt sein, wie die Landesregierung das LRVN weiterentwickelt und ausgestaltet. Das sollte dann aber auch bald passieren.“

Weiterlesen

Pressemitteilung · 23.02.2024 Stefan Seidler: Minderheiten- und Regionalsprachen im Onlinezugangsgesetz verankern!

„Regional- und Minderheitssprachen müssen im Zuge der Digitalisierung mitgedacht werden. Zwar zeigt die Ampel in der Begründung ihres eigenen Änderungsantrags ein gewisses Bewusstsein für nationale Minderheiten – aber im Gesetzestext findet sich nichts Konkretes wieder. Dabei könnte es so einfach sein“, erklärt der SSW-Bundestagabgeordnete Stefan Seidler.

Weiterlesen