Pressemitteilung · 02.12.2020 Ein wichtiges Zeichen gegen häusliche Gewalt

Zur heutigen Schlüsselübergabe für einen neuen Ersatzbau des Frauenhauses in Rendsburg erklärt die frauenpolitische Sprecherin des SSW im Landtag, Jette Waldinger-Thiering:

"Ich freue mich, dass Frauen und Kinder in Rendsburg-Eckernförde, die von häuslicher Gewalt betroffen sind, jetzt optimale Möglichkeiten haben, sich in Obhut zu begeben, und dass auch die Mitarbeiter*innen vor Ort jetzt noch bessere Arbeitsverhältnisse für ihren so wichtigen Job vorfinden. Die heutige Schlüsselübergabe zeigt leider auch, dass häusliche Gewalt immer noch ein Problem aus der Mitte unserer Gesellschaft ist. Ein Problem, das sich während die Corona-Krise gar eher noch verschärft. 
Wir müssen dafür Sorge tragen, dass weitere Frauenhausplätze geschaffen werden, auch in Nordfriesland und im Kreis Schleswig-Flensburg, um Frauen in der Not Schutz geben zu können, damit auch ihnen der Weg in einen Neustart nicht verwehrt bleibt.
Immer wieder zeigt sich im Übrigen, wie vorausschauend und wichtig es war, dass die Küstenkoalition seinerzeit das IMPULS-Programm auf den Weg gebracht hat. Auf diese Weise können wir unsere Infrastruktur im Land schnell und nachhaltig stärken, und davon haben bereits viele Menschen profitiert."
"Über die Hälfte der Bevölkerung in Deutschland ist weiblich, und jede dritte Frau in unserem Land ist mindestens einmal in ihrem Leben von physischer oder sexualisierter Gewalt betroffen", ergänzt Maylis Roßberg, nominierte Wahlkreiskandidatin des SSW-Kreisverbands Rendsburg-Eckernförde und Bewerberin um die Spitzenkandidatur zur Bundestagswahl. "Deshalb muss neben Gewaltprävention in Deutschland primäres Ziel sein, noch mehr Frauenhausplätze für betroffene Frauen und Mädchen zu schaffen", so Roßberg: "Dafür will ich mich besonders für alle Schleswig-Holsteinerinnen im Bundestag einsetzen".
Der Fraktionsvorsitzende des SSW im Kreistag Rendsburg-Eckernförde, Dr. Michael Schunck, erklärt: „Wir als Kreistagsfraktion sind sehr glücklich darüber, dass der Ersatzbau für das Frauenhaus jetzt fertiggestellt werden konnte. Wir haben der finanziellen Unterstützung durch den Kreis damals zugestimmt und deutlich gemacht, dass hier auch Kommunalpolitik eine wichtige Rolle einnimmt. Das bedeutet für uns, dass wir auch die zukünftige Entwicklung im Blick haben müssen, gerade weil wir auch in persönlichen Gesprächen mit der Leitung des Frauenhauses erfahren haben, dass die Kapazitäten nicht immer ausreichen.“
 

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