Rede · 25.09.2003 Fortbildungsveranstaltung für Lehrkräfte

Wir haben es heute mit zwei Berichtsanträgen zu tun. Soll heißen: Aus unserer Sicht, macht es Sinn, jetzt keine inhaltliche Debatte zum Thema "Fortbildungsveranstaltung" zu führen. Dabei möchte ich auch in Erinnerung rufen, dass wir uns in der letzten Landtagssitzung ausführlich mit der zweiten Phase der Lehrerbildung befasst haben.

Daher in aller Kürze: Um den neuen Anforderungen in der Lehrerbildung gerecht zu werden, ist es aus unserer Sicht richtig, die Fortbildungsstruktur neu zu organisieren. Die Regionalseminare haben gute Arbeit geleistet. Die regionale Struktur reicht aber künftig nicht aus. Das zeigt sich aus unserer Sicht auch daran, dass es uns nicht weiter helfen wird, einfach nur aufzuschreiben, wie viele Veranstaltungen mit welchen Zielen durchgeführt worden sind.

Wenn Lehrerfortbildung künftig genauer evaluiert werden soll, macht es Sinn, erstmal ein Fundament zu schaffen – das heißt, eine Antwort auf die Frage zu erhalten, welche statistischen Erhebungen bisher geführt worden sind und – wie es im Antrag von SPD und Bündnis90/Die Grünen steht – wie diese Erhebungen unter den Gesichtspunkten Wirksamkeitssteuerung und Qualitätssteuerung zu bewerten sind.

Ich habe das ungute Gefühl, dass es hier noch viel zu tun gibt. Wir haben zum Beispiel ein Interesse daran, nicht nur zu erfahren, wie viele Lehrkräfte sich an Fortbildung beteiligt haben, sondern auch zu sehen, was hinterher in den Lehrerkollegien passiert. Und damit haben wir auch ganz entschieden ein Interesse daran zu sehen, was das IQSH künftig plant.

Kierkegaard sagt, die Menschen sind dazu verdammt, das Leben vorwärts zu leben aber rückwärts zu verstehen. Auf den vorliegenden CDU-Antrag bezogen heißt das: Wir lernen nichts, wenn wir einfach nur Daten abfragen, ohne dass diese vor dem Hintergrund dessen zu betrachten sind, was wir uns für die Zukunft vorstellen.

Weitere Artikel

Pressemitteilung · 11.02.2026 Minderheitenschutz gehört ins Grundgesetz!

Im September 2025 hat der Bundesrat beschlossen, den Schutz nationaler Minderheiten im Grundgesetz zu verankern. Heute wurde bekannt, dass das Bundesinnenministerium (BMI) dies ablehnt. Für den SSW ist klar: Das ist nicht das Ende des langen Kampfes für besseren Minderheitenschutz auf Bundesebene.

Weiterlesen

Pressemitteilung · Kiel · 06.02.2026 Bau-Turbo beschlossen – Name muss Programm sein

Zur Verabschiedung des sogenannten Bau-Turbos im Bauausschuss erklärt der Vorsitzende der SSW-Ratsfraktion Kiel, Ratsherr Marcel Schmidt:

Weiterlesen

Pressemitteilung · 05.02.2026 Stationäre Grenzkontrollen ohne Effekt - SSW-Abgeordneter fordert Kurswechsel des Bundesinnenministers

Weiterlesen