Pressemitteilung · SSW-Ungdom · 30.03.2020 Statement SSWU Landesvorstand zu den „Abschlussprüfungen 2020“ Frau Ministerin, nehmen sie die Bedenken der Schüler*Innen ernst!

In ihrem offenen Brief an alle Schleswig-Holsteinischen Schüler*Innen bedankt sich Bildungsministerin Karin Prien (CDU) für die vielen Nachrichten, die sie erreicht haben. Vordergründig habe es sich um sachliche Argumente und gut begründete Vorschläge gehandelt, schreibt die Ministerin weiter, ohne jedoch konkret auf diese einzugehen. 
Sie betont vielmehr, dass ein gemeinsam abgestimmter Weg aller Bundesländer unverzichtbar sei. Hier können wir der Ministerin nur zustimmen und auch wir hoffen weiterhin, dass es zu einer gemeinsamen Lösung der Länder kommt, um so ein gleichwertiges Abitur 2020 zu gewährleisten. Jedoch sehen wir genau diesen gemeinsamen Weg durch die neuen Prüfungstermine in Gefahr. Während einige Bundesländer beschlossen haben, die anstehenden Prüfungen zunächst zu verschieben und den abgesagten Unterricht bestmöglich nachzuholen, werden die Prüfungen in Schleswig-Holstein bereits am 21. April beginnen. Der abgesagte Unterricht wird nicht nachgeholt und es ist demnach in keiner Weise gewährleistet, dass alle Schüler*Innen ausreichend auf die Prüfungen vorbereitet sind. Gerade die letzten Wochen vor den Prüfungen sind zentral, um auch eine individuelle Hilfestellung während der Vorbereitung zu ermöglichen. Als Begründung für die ausbleibende Verschiebung der Prüfungen, wird der frühe Beginn der Sommerferien genannt. Verwunderlich ist hier aber, dass auch in Nordrhein-Westfalen die Sommerferien am 29.06, wie in Schleswig-Holstein, beginnen und die Prüfungen trotzdem verschoben werden. Wie kann so noch ernsthaft von einer gemeinsamen Lösung gesprochen werden? 
Der SSWU Landesvorstand hat in einer gemeinsamen Videokonferenz mit der Bildungspolitischen Sprecherin der SSW Landtagsfraktion, Jette Waldinger-Thiering, erneut über die Problematik gesprochen. Für alle Beteiligten steht fest, dass eine Durchführung zum geplanten Zeitpunkt die Schüler*Innen deutlich benachteiligen würde. Außerdem sei es wichtig, dass insbesondere auf die Schüler*Innen Rücksicht genommen wird, die aus unterschiedlichen Gründen Schwierigkeiten haben können, den ausgefallenen Unterricht nachzuholen und sich so optimal auf die Prüfungen vorzubereiten. Gleichzeitig ist auch eine Absage zum jetzigen Zeitpunkt nicht die richtige Lösung, vielmehr sollten die Prüfungen zunächst um 3 Wochen verschoben werden. Durch eine Verkürzung des Korrekturzeitraums könnten sowohl die schriftlichen wie mündlichen Prüfungen noch in diesem Schuljahr stattfinden. Wir hoffen, dass die Ministerin auf die Argumente und Bedenken der Schüler*Innen hört und die vorgeschlagenen Prüfungstermine überdenkt. Viele Bedenken beinhalten insbesondere gesundheitliche Aspekte und hier ist wichtig, dass diese im Vordergrund steht und keine Prüfungen bei bestehenden Gefahren, für diese durchgeführt werden. Auch hier kann erneut auf NRW verwiesen werden, wo die Schulträger gemeinsam mit Expert*Innen aus Wissenschaft und Medizin an zu treffenden Vorkehrungen arbeiten. Ein gemeinsamer Weg der Bundesländer ist wichtig, jedoch muss hierbei auch an die Folgen für die Schülerschaft gedacht werden. Krisenzeiten wie diese brauchen kreative Lösungen, Nordrhein-Westfalen hat vorgemacht wie das geht, jetzt ist Ministerin Prien an der Reihe!

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