Pressemitteilung · 04.05.2010 Schuldenbremse: Die Opposition übernimmt Verantwortung

Die Landtagsfraktionen von CDU, SPD, FDP, Bündnis 90/Die Grünen und SSW haben sich heute auf einen gemeinsamen Antrag zur Verankerung einer Schuldenbremse in der Landesverfassung verständigt. Hierzu erklärt der finanzpolitische Sprecher der SSW-Landtagsfraktion, Lars Harms:

„Es freut uns, dass eine so breite Mehrheit bereit ist, Verantwortung zu über-nehmen. Schleswig-Holstein ist verpflichtet, eine Schuldenbremse umzusetzen. Unter dieser Bedingung ist dieser Kompromiss die bestmögliche Lösung.

Es wird an der Landesregierung liegen, diese Politik verantwortungsvoll und mit Augenmaß umzusetzen, damit die Schuldenbremse unser Land nicht in Trümmer legt, sondern neue Perspektiven für die Entwicklung Schleswig-Holsteins eröffnet. Der SSW hat durchgesetzt, dass die Landesregierung dem Landtag ein Konzept vorlegen muss, wie die Neuverschuldung bis 2020 auf null reduziert werden kann, und dieses regelmäßig fort¬schreiben soll. Wir werden nun sehr genau darüber wachen, wie dieses Ziel in der Realität umgesetzt werden soll. Die Schuldenbremse ist keine Begründung für Sozialabbau und Kulturlosigkeit in diesem Land. Wenn Herr Carstensen und Herr Kubicki diese Bremsung nicht behutsam vornehmen, fährt unser Land unweigerlich an die Wand.

Mit der Zustimmung zur Schuldenbremse hat die Opposition eine große Verantwortung für die Politik in diesem Land übernommen, die die Koalition selbst nicht schultern kann. Wir erwarten, dass die Landesregierung ebenso für unsere Argumente offen ist, wenn es um die konkreten Maßnahmen zur Umsetzung der Schuldenbremse geht.

Grundvoraussetzung für das Funktionieren der Schuldenbremse ist, dass die Landesregierung auf Bundesebene weitere Belastungen für das Land und die Kommunen abwendet. Wir erwarten, dass die Landes¬regierung und die Regierungsfraktionen nun wirklich alles dafür tun, dass diese gemeinsame Forderung von CDU, SPD, FDP, Grünen und SSW erfüllt wird. Denn ansonsten macht das ganze überhaupt keinen Sinn.“


Weitere Artikel

Pressemitteilung · 05.11.2026 Bahnverbindung nach Dänemark: Madsen ohne Züge und ohne Plan

Die Landesregierung hat keine geeigneten Ersatzzüge für die Verbindung zwischen Flensburg und Dänemark und rechnet mit einer weiteren Verlängerung des Busverkehrs. Das geht aus der Antwort auf eine Kleine Anfrage der SSW-Landtagsfraktion hervor. Hierzu erklärt die verkehrspolitische Sprecherin der SSW-Landtagsfraktion, Sybilla Nitsch:

Weiterlesen

Pressemitteilung · Flensburg · 05.11.2026 Staffelübergabe in der SSW-Ratsfraktion: Ulrike König folgt auf Michaela Blumenberg

Ratsfrau Michaela Blumenberg hat ihr Mandat in der Flensburger Ratsversammlung niedergelegt. Für sie rückt Ulrike König nach, die der SSW-Ratsfraktion bisher als bürgerliches Mitglied angehörte.

Weiterlesen

Pressemitteilung · Flensburg · 05.11.2026 Stadtpräsidentin Susanne Schäfer-Quäck geehrt!

Der SSW Flensburg gratuliert unserer Stadtpräsidentin Susanne Schäfer-Quäck von ganzem Herzen zur Verleihung der Freiherr-vom-Stein-Nadel. Die Auszeichnung würdigt ihre besonderen Verdienste in der Kommunalpolitik, insbesondere ihren Einsatz für die deutsch-dänische Zusammenarbeit zwischen Flensburg und dänischen Partnern.

Weiterlesen