Pressemitteilung · 28.02.2007 Stromkonzerne dürfen nicht über die Infrastruktur im Land entscheiden

Der SSW kritisiert die Absicht der „Eon-Netz“, die Windparks an der Westküste mit einer Freileitung an das Umspannwerk Flensburg anzubinden. „Der Landtag hat einmütig beschlossen, dass wir in Zukunft Erdkabel haben wollen. Es kann nicht sein, dass das Unternehmen trotzdem einfach eine Überlandleitung quer durch Schleswig-Holstein legen darf, ohne dass das Land oder die betroffenen Kreise etwas dagegen unternehmen können,“ sagt der energiepolitische Sprecher des SSW im Landtag, Lars Harms.

„Erdkabel sind kurzfristig zwar teurer, aber sie rechnen sich langfristig und haben eine Reihe anderer Vorteile. Sie sind sicherer für die Bevölkerung, verschandeln nicht die Landschaft und bieten auch mehr Versorgungssicherheit, weil sie nicht durch Stürme oder andere Witterungseinflüsse beschädigt werden können. Deshalb ist die Politik in Schleswig-Holstein parteiübergreifend der Auffassung, dass große Stromtrassen in Zukunft nur noch unter der Erde verlegt werden sollten. Diese Beschlusslage wird von der „Eon“ aber einfach ignoriert.

Es kann nicht richtig sein, dass die großen Stromkonzerne einfach eigenmächtig bestimmen können, wie sie eine so große Anlage quer durchs Land bauen. Wenn die Politik sich nicht mit Argumenten bei „Eon“ durchsetzen kann, dann muss die Landesregierung in Berlin dafür sorgen, dass die Infrastrukturgesetzgebung entsprechend geändert wird.“

Weitere Artikel

Pressemitteilung · Kiel · 04.06.2026 Stellungnahme von Oberbürgermeister Dr. Samet Yilmaz: Weiterhin offene Fragen

Zu der persönlichen Stellungnahme von Oberbürgermeister Dr. Samet Yilmaz zu dem gegen ihn laufenden Disziplinarverfahren erklärt der Vorsitzende der SSW-Ratsfraktion Kiel, Ratsherr Marcel Schmidt:

Weiterlesen

Pressemitteilung · 04.06.2026 Verfassungsschutzbericht: Wo endet Analyse und wo beginnt politische Agenda?

Zur Vorstellung des Verfassungsschutzberichts 2025 erklärt die innenpolitische Sprecherin des SSW im Landtag, Sybilla Nitsch:

Weiterlesen

Pressemitteilung · 04.06.2026 SSW fordert Einführung von Gehörlosengeld

Wer gehörlos ist, hat in Schleswig-Holstein bislang keinen Anspruch auf einen Nachteilsausgleich. Doch für Hilfsmittel wie Gebärdensprachdolmetscher entstehen hohe Kosten. Der SSW fordert schon lange, ein wichtiges Signal für gesellschaftliche Teilhabe zu setzen und ein Gehörlosengeld einzuführen. Nun hat die Landtagsfraktion einen Gesetzentwurf (Drucksache 20/4515) vorgelegt.

Weiterlesen