Pressemitteilung · 15.11.2001 Weltkulturerbe Wattenmeer: Die Bürger müssen einverstanden sein, sonst läuft nichts.

Anlässlich der heutigen Debatte im Schleswig-Holsteinischen Landtag zum Weltkulturerbe Wattenmeer äußerte sich der westküstenpolitische Sprecher der SSW-Landtagsvertretung, Lars Harms, unter anderem:

„Bevor über eine mögliche Ausweisung des Wattenmeeres als Weltkulturerbe durch die UNESCO entschieden wird, ist es wichtig die Bürger an der Westküste umfangreich zu informieren. Nur wenn die Bevölkerung dem Ausweisungsvorhaben positiv gegenübersteht und wir hierfür die notwendige Akzeptanz erzielt haben, lässt sich ein solches Vorhaben auch realisieren. Die Bürger müssen einverstanden sein, sonst läuft nichts.“

Dem in englischer Sprache vorliegenden Abschlussbericht des LANCEWAD-Projekts kommt in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle zu. Damit jedoch ein Informationsgleichgewicht gewährleistet ist ist es wichtig diesen Bericht in einer übersetzten Fassung vorzulegen, damit jeder Bürger, jede Organisation und jeder ehrenamtliche Politiker die Chance hat, sich umfassend zu informieren, so der SSW-Abgeordnete.

„Bevor wir heute jedoch über den Auftrag einer Machbarkeitsstudie entscheiden, wie die FDP es in ihrem Antrag fordert, sollte sich die Landesregierung bei der UNESCO über die Ausweisungskriterien für ein Kulturerbe genauestens informieren. Eine Machbarkeitsstudie ist erst dann sinnvoll, wenn auch wirklich eine reelle Chance für die Ausweisung eines Kulturerbes besteht. Ansonsten kaufen wir nur die Katze im Sack. Deshalb muss zweierlei im Vorwege geschehen: Erstens müssen die Anforderungen für ein Weltkulturerbe ermittelt werden. Und zweitens muss man erst einmal ermitteln, ob die UNESCO überhaupt ein Interesse an einer Ausweisung als Weltkulturerbe zeigt. Erst bei einer positiven Einstellung der UNESCO hierzu, kann man darüber nachdenken, eine teure Machbarkeitsstudie in Auftrag zu geben,“ so Harms abschließend.

Weitere Artikel

Pressemitteilung · 22.09.2022 Stefan Seidler: Küstenschutz muss Priorität haben

"Als Vertreter eines Küstenlandes habe ich inzwischen das Gefühl, dass die Bedrohung durch steigende Wasserpegel, Sturmfluten und häufiger auftretende Hochwasser von der Bundesregierung nicht ernst genug genommen wird!"

Weiterlesen

Rede · 28.09.2022 Der NOK leistet einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz

„Leider müssen wir feststellen, dass Berlin die Bedeutung des NOK’s immer noch nicht erkannt hat. Gerade in Zeiten der Energiekrise ist der Kanal für die Wirtschaft von immenser Bedeutung. Die Versorgung der Märkte in Nord- und Ostsee spielen auch bundesweit eine Rolle.“

Weiterlesen

Rede · 28.09.2022 Die Menschen erwarten konkrete Unterstützung von uns

„Wir müssen die Menschen wirkungsvoll entlasten. Nirgendwo in Europa ist die Abgabenlast auf Energie so hoch wie in Deutschland. Und der Bund vierdient hier fleißig. Statt nun halbherzig nach einem rechte-Tasche-linke-Tasche Prinzip Entastungspakete zu beschließen, wäre es für die Bundesregierung doch ein Leichtes, die Abgaben auf die Energie zu senken.“

Weiterlesen