Pressemeddelelse · 12.02.2020 ÖPNV hat digitalen Nachholbedarf

Zur heutigen Anhörung im Wirtschaftsausschuss zum öffentlichen Personennahverkehr erklärt die SSW-Landtagsabgeordnete Jette Waldinger-Thiering:

Mit der Vernetzung des Bus- und Schienenangebots in der NAH SH hat Schleswig-Holstein einst einen wichtigen Schritt für einen attraktiveren ÖPNV gemacht. Dennoch bleibt der öffentliche Nahverkehr für viele Schleswig-Holsteiner ein Buch mit sieben Siegeln. 
Denn jenseits des eigenen Tarifgebiets kann die Nah SH nur grundsätzlich über Verbindungen informieren. Eine Bestellung ist dann nicht möglich. Meist kann noch nicht einmal ein Tarifpreis ermittelt werden. Gleiches gilt für den grenzüberschreitenden Verkehr nach Dänemark. 
So war die NAH SH zwar gut gedacht, ist aber aus heutiger Sicht nicht mehr gut gemacht. 
Wenn wir wollen, dass mehr Menschen das Auto stehen lassen und in Busse und Bahnen umsteigen, dann darf der ÖPNV keine Raketenwissenschaft sein. Das heißt: Weg mit dem Tarifdschungel und her mit einer länderübergreifenden Lösung, die auch den grenzüberschreitenden Verkehr nach Dänemark mitdenkt. Und das ganze selbstverständlich auch gebündelt in einer schlanken App, über die man nicht nur schnell und einfach an die notwendigen Verbindungsinformationen gelangt, sondern auch an das entsprechende eTicket. 
Kurzum: Der ÖPNV - nicht nur, aber auch in Schleswig-Holstein -  hat enormen digitalen Nachholbedarf.

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