Pressemitteilung · 25.09.2025 Parlamentskreis Marschbahn im Deutschen Bundestag hat sich formiert - Abgeordnete machen gemeinsam Druck für den zügigen Bahnausbau an der Westküste

Während der laufenden Haushaltswoche haben Abgeordnete des Deutschen Bundestages gestern den neuen Parlamentskreis Marschbahn konstituiert. Ein Parlamentskreis bildet einen Zusammenschluss von Abgeordneten, die sich entlang geteilter Anliegen und Interessen austauschen, vernetzen und engagieren.

Ziel der Abgeordneten im neuen Parlamentskreis Marschbahn ist:

Wir wollen uns parteiübergreifend im Rahmen des Parlamentskreises Marschbahn für den überfälligen Ausbau der wichtigen Bahnstrecke zwischen Hamburg und der Insel Sylt einsetzen. Der Parlamentskreis soll als eine Plattform genutzt werden, um zu bestimmen, wie wir im Deutschen Bundestag sicherstellen können, dass der Bund zu seiner Verantwortung gegenüber den Menschen an der Westküste Schleswig-Holsteins steht. Dabei wollen wir nicht nur das Ausbauprojekt Niebüll(-Klanxbüll)-Westerland in den Blick nehmen, sondern auch die mit Bundesgeldern geförderte Elektrifizierung zwischen Itzehoe und Westerland sowie die Ausbaustrecke Wilster-Brunsbüttel aus Berlin konstruktiv begleiten.
Der Marschbahn-Ausbau ist ein berechtigterweise viel diskutiertes Thema zwischen Hamburg und Sylt, da die Betriebsqualität der Strecke an der Westküste seit Jahren in einem unbefriedigenden Zustand ist. Der mangelnde Ausbau, der Streckenzustand zusammen mit der fehlenden Elektrifizierung zwischen Itzehoe und Sylt sind ein alltägliches Problem für die Menschen, die regionale Wirtschaft und den Tourismus auf den nordfriesischen Inseln.
Insbesondere der Abschnitt zwischen Niebüll und Westerland (Sylt) zählt seit vielen Jahren zu den stark überlasteten Strecken in Deutschland und muss deshalb vom Bund dringend ausgebaut werden, damit die Kapazität der einzigen belastbaren Verkehrsverbindung zur Insel Sylt endlich erhöht werden kann. Für die vielen Pendlerinnen und Pendler, die auf die Bahnverbindung zwingend angewiesen sind, ist der Ausbau zwischen Insel und Festland längst überfällig. Niemand entlang der Westküste versteht die immer neuen Verzögerungen.

Während das Land Schleswig-Holstein die Planungen der Elektrifizierung zwischen Itzehoe und Westerland (Sylt) zu einer klimaneutralen Verkehrsachse vorantreibt, kommen immer wieder Zweifel auf, dass der Bund die nötigen Finanzmittel für das wichtige Bedarfsplanprojekt Ausbaustrecke Niebüll(-Klanxbüll)-Westerland (Sylt) bereitstellen wird. Aufgrund der Etappierung des Deutschlandtaktes und der ungenügenden finanziellen Ausstattung des Bedarfsplans Schiene steht aktuell weiter eine Verschiebung der Fertigstellung auf nach 2045 im Raum. Diese Berichte sind für uns als Abgeordnete des Deutschen Bundestages schlicht nicht akzeptabel und haben in der Region zu verständlichem Entsetzen geführt.
Aus unserer Sicht ist es unerlässlich, dass der Bund den Ausbau der Marschbahn ohne Verzögerung vorantreibt und die dafür nötige Finanzierung über den Bundeshaushalt so schnell wie möglich verlässlich sicherstellt. Das ist die klare Erwartung der Menschen vor Ort. Wir fordern das Bundesverkehrsministerium auf, die nötige und überfällige parlamentarische Befassung für das Ausbauprojekt Niebüll(-Klanxbüll)-Westerland (Sylt) im Deutschen Bundestag so schnell wie möglich anzustreben.

Leif Bodin, MdB
Matthias Gastel, MdB
Denise Loop, MdB
Truels Reichardt, MdB
Stefan Seidler, MdB
Mayra Vriesema, MdB

 

Foto: Martin Ziemer

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