Pressemitteilung · Kiel · 07.10.2020 SSW Ratsfraktion Kiel: Jobticket und Fahrräder für Mitarbeiter der Stadt sind hilfreich, aber noch keine soziale Verkehrswende!

Die SSW-Ratsfraktion begrüßt das Jobticket sowie die Maßnahmen der Landeshauptstadt Kiel, um die Mitarbeiter*innen der Stadt mit finanziellen Anreizen für den Umstieg auf den ÖPNV oder den Wechsel auf das Verkehrsmittel Fahrrad zu bewegen. Für eine sozialverträgliche Verkehrswende sind allerdings noch weitere Schritte nötig. Der Vorsitzende der SSW-Ratsfraktion, Ratsherr Marcel Schmidt erklärt dazu:

„Das Jobticket ist eine gute Sache, wir dürfen allerdings nicht vergessen, dass nicht alle Pendler davon profitieren, da durch die Mindestabnahmemenge von fünf Tickets nicht alle Betriebe und eben nicht alle Beschäftigten das Jobticket nutzen können.

Wir begrüßen, dass die Landeshauptstadt Kiel Maßnahmen ergreift, um die Mitarbeiter*innen der Stadt mit finanziellen Anreizen für den Umstieg auf den ÖPNV oder den Wechsel auf das Verkehrsmittel Fahrrad zu bewegen. Wir fragen uns, ob das auch für die städtischen Betriebe wie Krankenhaus, Stadtwerke oder Seehafen gilt. Die Maßnahmen der Stadt sind ein Anfang und wir hoffen, dass sich dadurch andere Betriebe veranlasst sehen, dem Beispiel der Stadt zu folgen. Trotzdem bleibt noch sehr viel zu tun:

Weiterhin werden Schüler und Studenten nicht erfasst. Wir brauchen eine kostengünstige, besser eine kostenlose Beförderung von Schülern, Studenten und Auszubildenden sowie die Weiterentwicklung des Seniorentickets zum Sozialticket. Nur eine sozialverträgliche Verkehrswende verspricht nachhaltigen Erfolg. Wir müssen aufpassen, dass keine weiteren Ungerechtigkeiten geschaffen werden, die in Kiel bereits vorhandene soziale Spannungen zusätzlich verschärfen.“

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