Pressemitteilung · Kiel · 17.07.2023 Wegfall der Traglufthalle in Katzheide: Das Ostufer braucht Schwimmbadkapazität

Zur Entscheidung der Landeshauptstadt Kiel, keine Traglufthalle über dem Freibad Katzheide zu errichten, erklärt Ratsherr Marcel Schmidt, Vorsitzender der SSW-Ratsfraktion Kiel:

„Die Schwimmhallenkapazität um die Kieler Förde ist durch den Wegfall der Schwimmhallen in Gaarden und Laboe und durch die noch andauernde Sanierung der Schwimmhalle Schilksee schon mehr als angespannt. Dass dazu in den Corona-Jahren lange Zeit kein Schwimmunterricht und Vereinsschwimmen stattfinden konnte, ist für eine Stadt am Meer wie Kiel eine große Herausforderung. Wir müssen mehr als viele andere Städte dafür sorgen, dass möglichst alle Kinder schwimmen können.

Dass auch noch die geplante Traglufthalle für das Freibad Katzheide wegfällt, ist eine schlechte Nachricht, da diese Baumaßnahme – übers Jahr gesehen – zumindest einen Teil der fehlenden Schwimmhallenkapazitäten hätte ausgleichen sollen. Das Land Schleswig-Holstein hatte die notwendigen Fördermittel schon bereitgestellt, aus Kostengründen hat die Verwaltung die Maßnahme jedoch nun gestoppt. Wir erinnern: In einer Phase, in der es nicht unerhebliche Verwerfungen in der Kommunalpolitik der Debatte um den Fortbestand von Katzheide gegeben hat, war die Traglufthalle ein wesentlicher Grund dafür, dass die jetzige Lösung für die Sanierung und Weiterentwicklung des Freibads überhaupt mitgetragen wurde. Dass jetzt die Selbstverwaltung erst über den Wegfall der Halle informiert wurde, als die Entscheidung schon getroffen war, irritiert uns.

Diese Kommunikation der Stadt in Richtung Öffentlichkeit und Selbstverwaltung ist einfach nicht glücklich. Wir müssen feststellen, dass das auch bei anderen Themen wie z.B. beim Verkehr nicht gut läuft. Das ist für uns kein handwerkliches Problem mehr, sondern offenbar ein Problem des Selbstverständnisses. Wir brauchen für die Frage der Schwimmhallenkapazitäten dringend Lösungen und erwarten, dass die Verwaltung die Politik dabei mit ins Boot holt. Die Ratsleute in der Ratssitzung dazu aufzurufen, bei Problemen zuallererst zum Hörer zu greifen und die Verwaltungsspitze anzurufen, bekommt einen seltsamen Beigeschmack, wenn andererseits die Verwaltung die Mitglieder ihres Kontrollorgans bei Vorgängen wie dem Wegfall der Traglufthalle erst im Nachhinein informiert.

Es ist nicht einfach, den Menschen in Gaarden und den regelmäßigen Besucher*innen des Freibads Katzheide zu erzählen, warum schon wieder Zusagen nicht eingehalten werden. Man kann den Eindruck bekommen, dass das Ostufer bei der Stadtverwaltung einen niedrigeren Stellenwert hat, als andere Stadtgebiete. Eine Alternative für die Erweiterung der Schwimmbadkapazitäten muss deswegen auch auf dem Ostufer gefunden werden. Es wird Zeit, dass im Bereich der Bäder, Strände und Badestellen die Quellen der Hiobsbotschaften versiegen und wir hier endlich mal Grund reinbekommen.“

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