Pressemitteilung · 21.02.2013 Demenz bekommt endlich Priorität in Schleswig-Holstein

Zum Vorschlag der regierungstragenden Fraktionen für einen Demenzplan für Schleswig-Holstein erklärt der gesundheitspolitische Sprecher des SSW im Landtag, Flemming Meyer: 

 


 

Die Zahlen und Prognosen zu demenziellen Erkrankungen in Schleswig-Holstein sind alarmierend. Hilfsorganisationen wie die Deutsche Alzheimer Gesellschaft rechnen mit einer Verdoppelung der Erkrankungsfälle innerhalb weniger Jahrzehnte. 

 

 

 

Bereits 2011 hat der SSW die damalige Landesregierung aufgefordert, einen umfassenden Demenzplan zu erstellen. Unser Antrag fand trotz des mehr als gebotenen Handlungsbedarfs keine Mehrheit im damaligen Parlament. 

 


 

Ich freue mich daher besonders, dass es heute gemeinsam mit unseren Bündnispartnern SPD und Bündnis 90/Die Grünen gelungen ist, 

 

diesen längst überfälligen Beschluss zur Erstellung eines Demenzplans im Landtag herbei zu führen. 

 


 

Statt an Einzelmaßnahmen herumzudoktern muss das Thema endlich ganzheitlich angepackt werden. Wir wollen im Dialog mit allen Beteiligten die Maßnahmen zielgerichtet bündeln. Wir wollen:

 

- Hilfsangebote besser vernetzen

 

- Forschung zur Vorbeugung und Behandlung fördern

 

- Umfassend informieren durch landesweite Kampagnen. 

 

- Aus-, Fort- und Weiterbildung zum Thema Demenz. 

 


 


 

Eine besondere Bedeutung kommt der Prävention zu. 

 

Fest steht: Die ersten Demenz-typischen Veränderungen im Gehirngewebe finden bereits im jungen Erwachsenenalter statt. Der Ausbruch von Demenz lässt sich durch geeignete Vorsorgemaßnahmen um 10 bis 15 Jahre verschieben. 10 bis 15 Jahre gesunde Jahre, für die jeder erdenkliche Einsatz nicht nur Sinn macht, sondern sich förmlich gebietet. 

 

Diesen Einsatz wollen und werden wir gemeinsam mit unseren Bündnispartnern leisten. 

 


 


 

 

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