Rede · 27.09.1996 Eisenbahnhochbrücke über den Nord-Ostsee-Kanal

Die Probleme die in diesem Antrag vorgetragen werden sind nicht von der Hand zu weisen. Die Rendsburger Eisenbahnhochbrücke über den Nord-Ostsee-Kanal ist sehr alt und man muß sich rechtzeitig über ein Ersatzbauwerk Gedanken machen. Das heißt nicht, daß jetzt schon die konkrete kostbare Planungsphase beginnen soll. Sondern das Bonner Verkehrsministerium sollte sich Überlegen, ob und wie eine Lösung zur Verbesserung der Eisenbahnanbindung über den Nord-Ostsee-Kanal gefunden werden kann.

Es ist müßig sich darüber zu streiten, ob die Brücke noch 50 oder 25 Jahre hält. Es ist eine Tatsache, daß die Rendsburger Eisenbahnbrücke schon heute ein erhebliches Nadelöhr für den Schienenverkehr darstellt. Durch diesem Engpaß gehen dem Zugverkehr wertvolle Minuten im Kampf um die Kunden verloren.

Der SSW unterstützt einen leistungsfähigen und umweltfreundlichen Schienenverkehr. Der Zeitfaktor spielt in der zukünftigen Verkehrsentwicklung eine immer wichtigere Rolle und die Bahn kann es sich nicht leisten hier zurückzustecken. Will die Bahn gerade auch auf längeren Strecken mit dem Auto- oder Flugverkehr konkurrieren können, ist der Faktor Zeit, neben dem Preis und dem Service, ein wichtiger Parameter.

Auch unseren dänischen Freunden würde eine schnelle Lösung dieses Nadelöhrsproblem entgegen kommen, wie der dänische Verkehrsminister ja schon deutlich gemacht hat. Die Nord-Süd-Schienen-Verbindung die Dänemark mit Hamburg verbindet, ist durch die Elektrifizierung einen wichtigen Schritt voran gekommen. Eine neue schnellere Eisenbahnverbindung über den Nord-Ostsee-Kanal wäre ein weiterer Gewinn für den Bahnverkehr im unserem Lande.

Leider hat man durch die gemeinsame Elektrifizierung der Bahnstrecke zwischen Fünen und Hamburg ein Schritt nach vorne gemacht und gleichzeitig zwei Schritte zurück. Denn es wurde nicht bedacht, daß die beiden Länder verschiedene Stromsysteme haben. Die Folge ist, daß in der Grenzstation Padborg jeder Elektrozug ca. 15 Minuten aufgehalten wird, weil die Lokomotiven ausgetauscht werden müssen. Darüber hinaus gibt es auch Probleme mit der Genehmigung durch das Bundesverkehrministerium für die dänischen Sicherheitssystem.

Diese Entwicklung ist für den Bahnverkehr im Landesteil Schleswig fatal. Es kann doch nicht angehen, daß die Vorteile der Elektrifizierung für die wir uns gemeinsam so viele Jahre eingesetzt haben, dadurch praktisch nicht zum Tragen kommen. Der SSW fordert deshalb Wirtschaftsminister Steinbrück auf sich weiterhin bei den zuständigen Stellen in Deutschland und Dänemark für eine Lösung dieser Probleme einzusetzen.

Weitere Artikel

Lars Harms am Meer

Pressemitteilung · 01.04.2020 Unternehmen brauchen schnelle, unbürokratische Unterstützung

Zum Koalitionsstreit um direkte Finanzhilfen für Unternehmen mit über 10 Beschäftigten erklärt der Vorsitzende des SSW im Landtag, Lars Harms:

Weiterlesen
Flemming Meyer

Pressemitteilung · 01.04.2020 Die sozial Schwächsten brauchen uns am meisten

Zur aktuell auf Landesebene diskutierten Idee, einen "Härtefallfonds Soziale Notlagen" ins Leben zu rufen, sagt der sozialpolitische Sprecher des SSW im Landtag, Flemming Meyer:

Weiterlesen

Pressemitteilung · Kiel · 01.04.2020 SSW zum Rettungsfonds Kulturszene: Zeitnahes Handeln erforderlich

Die SSW-Ratsfraktion Kiel ist unzufrieden mit der kommunalpolitischen Debatte über einen Rettungsfonds für die Kieler Kulturszene. Die Probleme der Kieler Kulturszene in der Corona-Krise erfordern zeitnahes Handeln. Leider ist die Kieler Kommunalpolitik weitgehend in eine Schockstarre verfallen, die den Blick für notwendiges Handeln trübt. Dazu erklärt der Vorsitzende der Kieler SSW-Ratsfraktion, Ratsherr Marcel Schmidt:

Weiterlesen