Pressemitteilung · 13.10.2026 Seidler zu DB-Fahrplan 2027: Für den Norden ist das eine Mogelpackung
„Auf den ersten Blick habe auch ich mich über den neuen Fahrplan der DB gefreut, aber wer genauer hinguckt erkennt: für uns im Norden ist das eine Mogelpackung“, kommentiert der SSW-Bundestagsabgeordnete Stefan Seidler den heute veröffentlichten Fahrplan der Deutschen Bahn für das Jahr 2027.
Zwar wird der Norden mit drei saisonalen Halten auf der Strecke zwischen Hamburg-Kopenhagen ein wenig besser an den Fernverkehr angebunden. Zeitgleich entfällt allerdings vorübergehend die direkte Anbindung von Flensburg nach Fredericia, weil die bisher in Dänemark eingesetzten Züge in Deutschland jetzt nicht mehr zulässig sind.
Für Seidler steht darum fest: „Das ist eine Katastrophe für die Menschen in unserer Grenzregion und ein klassischer Fall davon, dass hier die linke Hand nicht weiß, was die Rechte tut. Damit entsteht eine Lücke in unserem Grenzlandverkehr, die erst im Dezember 2027 durch die Verlängerung des RE7 von Hamburg bis nach Tinglev wieder abgedeckt wird.“
Seidler fordert deshalb eine bessere grenzüberschreitende Abstimmung: „Für mich und den SSW ist klar: Dänemark und Deutschland müssen beim grenzüberschreitenden Verkehr noch besser gemeinsam planen und umsetzen. Ich frage mich, wozu wir eine deutsch-dänische Verkehrskommission haben, und es trotzdem mit so einem unterirdischen Verkehrsangebot enden kann. Politik und Wirtschaft müssen weiter auf beiden Seiten der Grenze gemeinsam Druck machen, damit Flensburg dauerhaft an den Fernverkehr angebunden. Der Fernhaltepunkt Flensburg Weiche ist hier ein wichtiger Baustein. Nur so machen wir unsere Region attraktiv für weiteren Fernverkehr, der bisher nur an uns vorbeirauscht. Außerdem braucht es noch bessere Abstimmung bei der Beschaffung weiterer Züge für den Grenzverkehr, damit diese verlässlich sowohl in Deutschland als auch in Dänemark fahren können.“