Pressemitteilung · 04.06.2009 Gerhard Bethge Rede zum Idsted-Löwen

Als im Februar diesen Jahres wieder einmal der Vorschlag gestellt wurde, den „Löwen“ zurück nach Flensburg zu holen, da haben wir im SSW dies mit zwiespältigen Gefühlen vernommen.

Das Denkmal wurde bisher als Symbol des Grenzkampfes aufgefasst und war deshalb umstritten. Wer die Stimmung in den 50-iger und sechziger Jahren selbst erlebt hat, der kennt die Spannungen, die damals herrschten, die gegenseitigen Anfeindungen und Konflikte, die sowohl mündlich als auch handgreiflich ausgefochten wurden. Die Zeit des Gegeneinander und der tiefen Gräben.

Das hat sich im Laufe der Zeit grundlegend verändert, so dass heute der dänische und der deutsche Teil der Flensburger zu einem Miteinander gefunden haben, und nationale Gegensätze keine Rolle mehr spielen. Das Klima ist gekennzeichnet von gegenseitigem Respekt und Anerkennung.

Es hat in der vergangenen Zeit mehrmals Anläufe gegeben, den Löwen zurück nach Flensburg zu holen. Der SSW ist bei all diesen Versuchen skeptisch gewesen. Wir haben das Erreichte nicht aufs Spiel setzen und keine nationalen Ressentiments neu wecken wollen. Nur wenn alle Ratsfraktionen einem solchen Vorschlag zustimmen konnten, wollten wir auch zustimmen.

Dieser Zeitpunkt scheint nun gekommen zu sein. Es wird möglich, ein historisches Monument an seinen alten Platz, nämlich auf den Alten Friedhof, zurück zu führen. Das Verständnis davon, dass Flensburg eine Stadt mit eigener Geschichte ist, die zwei Kulturen beherbergt, ist mittlerweile Teil einer gemeinsamen Identität geworden.

Darüber sollten sich alle freuen. Und so gehe ich davon aus, dass zugeschüttete Gräben nie mehr aufgerissen werden.

Freuen wir uns darüber, dass ein einstmals umstrittenes historisches Denkmal an seinen Ursprung zurück kehren kann. Ich bin zuversichtlich, dass die finanziellen Fragen, die damit verbunden sind, sich zufriedenstellend beantworten lassen.

Ich bedanke mich bei allen Fraktionen hier im Rat für das Verständnis, das nötig war, um diese Hürde zu nehmen. Wir werden dem gemeinsamen Antrag gerne zustimmen.

Weitere Artikel

Pressemitteilung · 14.04.2026 Munition im Meer: Bergung muss oberste Priorität haben!

Anlässlich des heutigen MUNIMAR-Workshops zum Umgang mit Munition im Meer erklärt der umweltpolitische Sprecher der SSW-Landtagsfraktion, Dr. Michael Schunck:

Weiterlesen

Veranstaltung · Flensburg · 18.04.2026 Brunch und Diskussion, Frauenrechte und Krankenhauspolitik in Flensburg

Nach der Übernahme des DIAKO-Krankenhauses durch den Malteserorden steht im Raum, dass Schwangerschaftsabbrüche dort künftig nicht mehr angeboten werden. Das wirft wichtige Fragen auf: zur medizinischen Versorgung in der Region, zu politischen Verantwortlichkeiten – und vor allem zu den Rechten von Frauen.Wir laden ein zu einem Brunch mit anschließender Diskussion, um genau darüber offen und sachlich zu sprechen.

Weiterlesen

Pressemitteilung · 10.04.2026 Schadensbegrenzung ist kein politischer Erfolg – Die Westküste braucht jetzt Verlässlichkeit

Zur Medienberichterstattung, dass ein Teil der Northvolt-Anleihe an Bund und Land zurückfließen wird, erklärt die wirtschaftspolitische Sprecherin der SSW-Landtagsfraktion,Sybilla Nitsch:

Weiterlesen