Pressemitteilung · 26.06.2019 In immer mehr Kitas wird Dänisch, Friesisch und Niederdeutsch gesprochen

Seit 2017 können Kreise und kreisfreie Städte Landeszuschüsse für die Sprachbildung in Regional- und Minderheitensprachen in Kindertageseinrichtungen beantragen. Und erneut zeigt sich: Das auf Initiative des SSW ins Leben gerufene Förderprogramm ist ein voller Erfolg.

Lars Harms am Meer

Im Jahr 2017 wurden landesweit 185 Kitagruppen in den Sprachen Dänisch, Niederdeutsch und Friesisch gefördert. Im Jahr 2018 nahmen 195 Gruppen das Förderangebot an, und in diesem Jahr sind es gar 233 Gruppen, wie eine kleine Anfrage des SSW-Vorsitzenden im Landtag, Lars Harms, jetzt ergab (Drucksache 19/1548). Entsprechend angestiegen ist der Gesamtförderbetrag: Von 368.000 Euro (2017) auf zunächst 390.000 Euro (2018) und schließlich auf aktuell 467.000 Euro. Damit ist der Gesamtfördertopf von 500.000 Euro pro Jahr erstmals nahezu ausgereizt.

"Dass es insbesondere im nördlichen Teil des Landes große Nachfrage nach Sprachangeboten in Kitas gibt, war mir bewusst. Dass wir aber schon im dritten Jahr der Förderung mit der Kelle am Boden des Fördertopfes kratzen, hätte ich nicht erwartet. Das ist großartig", so Harms.

Spitzenreiter unter den Antragstellern sind die Kreise Nordfriesland (210.000 Euro, 105 Gruppen) und Schleswig-Flensburg (166.000 Euro, 83 Gruppen). Doch auch in Dithmarschen wird fleißig "geschnackt" in den Kitas. Hier werden 11 Niederdeutsch-Gruppen mit insgesamt 22.000 Euro gefördert.

Bis zu 2000 Euro pro Kitagruppe und Jahr können für die Sprachbildung in Regional- und Minderheitensprachen bewilligt werden. Anträge sind bis zum 1. April des Förderjahres an den Kreis oder die kreisfreie Stadt zu stellen.

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