Pressemitteilung · 08.05.2015 Intensivere und passgenauere Betreuung durch Hilfe aus einer Hand

Zur Einrichtung von Jugendberufsagenturen in Schleswig-Holstein erklärt die bildungspolitische Sprecherin des SSW im Landtag, Jette Waldinger-Thiering:

Oberstes Ziel der rot-grün-blauen Sozial- und Arbeitsmarktpolitik ist es, keinen Menschen zurückzulassen. Für uns gibt es hier keine zwei Meinungen: Alle sollen die Chance auf ein selbstbestimmtes Leben, auf ein selbsterzieltes Einkommen und auf gute Bildung haben. Doch genau diese Zukunftschancen haben bis heute noch lange nicht alle jungen Menschen, die vor dem Übergang  von Schule zu Beruf stehen. SSW, Grüne und SPD wollen erreichen, dass niemand mehr im Gewirr der Zuständigkeiten verloren geht und ohne berufliche oder private Perspektive zurückbleibt. 

Hierfür ist es notwendig, auch neue Wege zu gehen. Die Einrichtung von Jugendberufsagenturen nach Hamburger Vorbild ist ein solcher, innovativer Ansatz. Kompetenzen werden gebündelt und die Hilfe aus einer Hand macht eine weitaus intensivere und damit passgenauere Betreuung möglich. Auch die Praxis, Jugendliche und junge Erwachsene in sinnlosen Übergangssystemen zu parken, hat damit hoffentlich bald ein Ende.

Egal ob Wirtschaftsverbände, Arbeitsagentur oder Gewerkschaften: Alle begrüßen diesen Ansatz und die beschlossene Anschubfinanzierung durch das Bildungsministerium. Für den SSW führt an der individuellen Beratung und an der gemeinsamen Erarbeitung konkreter Anschlussangebote für alle Unter-25-Jährigen kaum ein Weg vorbei. Dies ist vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und des damit einhergehenden Fachkräftemangels dringend notwendig. Wir haben eine gemeinsame Verantwortung für diese Menschen. Jede und jeder verdient einen noch größeren Einsatz als bisher, damit sie oder er eine berufliche Perspektive und damit konkrete Zukunftschancen bekommt.

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