Pressemitteilung · 26.05.2025 Politische Verantwortung ja - Populismus nein

Zu einem Bericht der dpa über die Forderung des Steuerzahlerbundes nach einer persönlicher Haftung von Politikerinnen und Politikern im Zusammenhang mit der Northvolt-Förderung erklärt Christian Dirschauer, Vorsitzender und finanzpolitischer Sprecher der SSW-Landtagsfraktion:

Die Forderung nach persönlicher Haftung von Politikerinnen und Politikern ist purer Populismus – und steht dem Steuerzahlerbund nicht gut zu Gesicht.
Demokratisch gewählte Parlamente entscheiden im Rahmen von Recht und Gesetz – auf Basis von Informationen, Abwägungen und Prognosen. Dass sich nicht jede dieser Prognosen erfüllt, ist kein Skandal, sondern Teil politischer Realität. Entscheidend ist, ob sorgfältig geprüft, transparent gehandelt und bei Problemen konsequent nachgesteuert wurde. Genau das wird im Fall Northvolt derzeit umfassend aufgearbeitet.
Gerade in Zeiten multipler Krisen braucht es politischen Mut, Verantwortung zu übernehmen – auch unter Unsicherheit. Wer persönliche Haftung verlangt, bekommt nicht bessere Entscheidungen, sondern am Ende gar keine mehr. Denn unter der Drohung privater Regressforderungen wird niemand bereit sein, notwendige, aber risikobehaftete Projekte überhaupt noch anzuschieben.
Dass selbst der Steuerzahlerbund die rechtlichen und politischen Grenzen dieser Forderung einräumt, spricht Bände. Umso unverständlicher ist es, sie dennoch zu erheben. So entsteht der Eindruck, dass es hier weniger um Aufklärung als um Stimmungsmache geht.
 

Weitere Artikel

Pressemitteilung · 16.01.2026 SSW-Landesvorsitzende Sybilla Nitsch zum SSW-Neujahrsempfang: Der SSW und die Minderheiten sind solidarisch mit Grönland und Dänemark!

Weiterlesen

Pressemitteilung · Kiel · 16.01.2026 Sozialer Wohnungsbau: Kiel darf sich nicht aus der Verantwortung stehlen

Zur Debatte in der gestrigen Ratsversammlung zur 30-Prozent-Quote für geförderten Wohnraum erklärt Ratsherr Marcel Schmidt, Vorsitzender der SSW-Ratsfraktion Kiel:

Weiterlesen

Pressemitteilung · Kiel · 16.01.2026 Glücksspiel eindämmen: SSW fordert konsequenteres Vorgehen

Die SSW-Ratsfraktion Kiel setzt sich für eine deutliche Reduzierung von Glücksspieleinrichtungen und eine höhere Vergnügungssteuer für Wettbüros und Spielhallen ein. Zu der Diskussion in der gestrigen Ratsversammlung erklärt Ratsherr Pascal Schmidt, finanzpolitischer Sprecher der SSW-Ratsfraktion Kiel:

Weiterlesen