Pressemitteilung · 21.05.2025 Schöne Pläne - schwache Bilanz

Zur heutigen Landtagsdebatte über die bisherige Umsetzung der Ansiedlungsstrategie des Landes erklärt die wirtschaftspolitische Sprecherin des SSW, Sybilla Nitsch:

„Die Ansiedlungsstrategie von 2021 verstaubt langsam – dabei ist der Bedarf aktueller denn je. Gerade die strukturschwachen Regionen wie der Landesteil Schleswig und die Westküste warten bis heute auf die versprochenen Impulse. Hier müssen endlich Taten folgen, nicht nur Debatten“, foderte die Husumer SSW-Abgeordnete im Plenum des Landtags.

Kritik äußerte Nitsch an der unzureichenden Umsetzung der bestehenden Strategie: „Wer aktuell nach ‚Ansiedlungsstrategie Schleswig-Holstein‘ googelt, findet Beiträge aus 2021. Das sagt eigentlich alles.“

Die wirtschaftliche Entwicklung Schleswig-Holsteins dürfe sich nicht auf die Ballungsräume Kiel, Lübeck und den Hamburger Speckgürtel konzentrieren, so Nitsch. Der SSW fordere deshalb gezielte Investitionen in die Infrastruktur abseits der Zentren – inklusive Güterverkehr, Häfen, Schiene und Straßen.

„Ansiedlungsanfragen werden teilweise abgelehnt, weil die nötige Infrastruktur fehlt. Und statt gemeinsam nach Lösungen zu suchen, verweist die Landesregierung auf ihre eigene Ideenlosigkeit. Das ist untragbar“, sagte Nitsch.

Zugleich warnt die SSW-Abgeordnete vor einem reinen Fokus auf Großansiedlungen: „Schleswig-Holstein lebt von seinen kleinen und mittleren Unternehmen – sie sind das Rückgrat unserer Wirtschaft. Neue Ansiedlungen sind willkommen, aber nur wenn sie zur Region passen, Arbeitsplätze mit Qualität schaffen und unsere Standards achten.“

Als Zukunftsthema hob Nitsch unter anderem ein vom SSW vorgeschlagenes Recyclingbaustoffe-Cluster hervor. „Gerade im Bausektor wäre das wirtschaftlich sinnvoll, ökologisch notwendig und ressourcenschonend.“

Ein besonderes Augenmerk legt der SSW zudem auf die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit Dänemark: „Dass 2024 keine einzige Ansiedlung mit dänischer Beteiligung zustande kam, ist ernüchternd. Dabei liegt das industrielle Herz Dänemarks nur zwei Stunden entfernt – und das Potenzial liegt förmlich auf dem Tisch. Nur müssen wir es eben auch nutzen.“

Abschließend betonte Nitsch: „Schleswig-Holstein hat beste Voraussetzungen, wirtschaftlich zu wachsen – wenn wir endlich mutiger, klüger und regionaler denken.“

Weitere Artikel

Pressemitteilung · 05.11.2026 Bahnverbindung nach Dänemark: Madsen ohne Züge und ohne Plan

Die Landesregierung hat keine geeigneten Ersatzzüge für die Verbindung zwischen Flensburg und Dänemark und rechnet mit einer weiteren Verlängerung des Busverkehrs. Das geht aus der Antwort auf eine Kleine Anfrage der SSW-Landtagsfraktion hervor. Hierzu erklärt die verkehrspolitische Sprecherin der SSW-Landtagsfraktion, Sybilla Nitsch:

Weiterlesen

Pressemitteilung · Flensburg · 05.11.2026 Staffelübergabe in der SSW-Ratsfraktion: Ulrike König folgt auf Michaela Blumenberg

Ratsfrau Michaela Blumenberg hat ihr Mandat in der Flensburger Ratsversammlung niedergelegt. Für sie rückt Ulrike König nach, die der SSW-Ratsfraktion bisher als bürgerliches Mitglied angehörte.

Weiterlesen

Pressemitteilung · Flensburg · 05.11.2026 Stadtpräsidentin Susanne Schäfer-Quäck geehrt!

Der SSW Flensburg gratuliert unserer Stadtpräsidentin Susanne Schäfer-Quäck von ganzem Herzen zur Verleihung der Freiherr-vom-Stein-Nadel. Die Auszeichnung würdigt ihre besonderen Verdienste in der Kommunalpolitik, insbesondere ihren Einsatz für die deutsch-dänische Zusammenarbeit zwischen Flensburg und dänischen Partnern.

Weiterlesen