Pressemitteilung · 13.02.2025 Leistungsdruck im Sportunterricht: Warum wir über Schulnoten neu nachdenken sollten

Muss jede schulische Leistung zwingend mit einer Note bewertet werden? Nein, meint die bildungspolitische Sprecherin der SSW-Landtagsfraktion, Jette Waldinger-Thiering, und verweist auf Erfahrungen in Skandinavien.

Gerade im Sportunterricht zeige sich, dass Schülerinnen und Schüler ohnehin unmittelbare Rückmeldungen über ihre Leistung erhalten: durch Tore, Punkte, Zeitmarken, Distanzen oder Geschwindigkeiten. Ein zusätzliches Zahlenurteil auf dem Zeugnis stelle da nur eine unnötige bürokratische Formalität dar, die wenig über individuelle Fortschritte aussagt, so die Bildungsexpertin der SSW-Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag.
„Es geht darum, Freude an Bewegung zu fördern, nicht darum, mit Notendruck den Spaß am Sport zu nehmen. Wer nach jedem Sprint seine Zeit kennt oder sieht, ob ein Ball im Tor landet, braucht kein weiteres Urteil über seine Leistung“, erklärt Jette Waldinger-Thiering.
Grundsätzlich müsse sich die Debatte um Schulnoten aber nicht nur auf den Sportunterricht beschränken. "Skandinavische Länder zeigen, dass Lernen auch ohne frühzeitige Benotung funktionieren kann", sagt die SSW-Politikerin.
In Dänemark, Schweden und Norwegen gebe es erst ab der 6. oder 7. Klasse Noten, in Finnland gar erst ab der 8. Klasse. Stattdessen setzten diese Länder auf regelmäßige Entwicklungsgespräche und individuelle Lernpläne.

„Wir müssen uns fragen: Lernen Kinder für Noten oder für Wissen? Wenn der Fokus stärker auf individueller Förderung liegt, bleibt die Motivation höher. Schleswig-Holstein sollte sich hier eher an Skandinavien orientieren als am Rest der Republik. Dann klappt es auch mit den PISA-Tests", so Waldinger-Thiering.
Das Ziel müsse sein, ein Bildungssystem zu gestalten, in dem Kinder nicht nur Zahlen hinterherjagen, sondern echte Lernerfahrungen machen, die sie langfristig weiterbringen.
 

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