Pressemitteilung · 22.09.2017 Wir brauchen endlich Spielerschutz und klare Regeln für das Online-Glücksspiel

Zur Debatte um den Glücksspielstaatsvertrag (TOP 31) erklärt der Vorsitzende des SSW im Landtag, Lars Harms:

Der SSW lehnt Online-Glücksspiel nicht grundsätzlich ab. Wer Lust dazu hat und es sich leisten kann, soll seinen Spaß selbstverständlich auch online am Pokertisch oder bei Sportwetten ausleben können. 

Was wir ablehnen, ist, dass ein großer Teil des Online-Glücksspiels völlig unkontrolliert in rechtsfreien Räumen auf ausländischen Servern stattfindet.  Was wir ablehnen ist, dass sich Anbieter in fernen Steueroasen die Yachten vergolden, während der Spielerschutz auf der Strecke bleibt und das Land leer ausgeht. 

Der bisherige prohibitive Umgang mit dem Online-Glücksspiel in Deutschland hat versagt. Markt und Spieler haben längst ihre eigenen Fakten geschaffen. Die Frage ist: Wollen wir weiterhin zusehen, wie Spieler in die Arme eines unkontrollierten Schwarzmarktes getrieben werden?  Oder wollen wir einen eigenen legalen und geregelten Markt zulassen, auf dem Spielerschutz eine wichtige Rolle spielt, und von dessen Steuereinnahmen wir Sport, Kultur und soziale Maßnahmen zugunsten aller Bürgerinnen und Bürger finanzieren können? 

Für uns vom SSW besteht kein Zweifel: Wir brauchen endlich einen Glücksspielstaatsvertrag, der Realitäten anerkennt, Spieler schützt und Chancen nutzt. 

Weitere Artikel

Rede · 18.06.2026 Gehörlosen Menschen endlich Anerkennung geben!

„Als Minderheitenpartei wissen wir, was es bedeutet, wenn Menschen übersehen werden. Wir wissen, wie wichtig es ist, dass nicht immer nur die Lautesten Gehör finden. Und vielleicht fällt uns deshalb besonders deutlich auf, wenn diejenigen vergessen werden, die keine große Lobby haben. Für mich ist das Gehörlosengeld deshalb weit mehr als eine finanzielle Leistung. Es ist ein Zeichen des Respekts.“

Weiterlesen

Rede · 18.06.2026 Bürokratieabbau mit Augenmaß

„Ja, wir brauchen weniger unnötige Bürokratie. Ja, wir brauchen effizientere Verfahren. Und ja, wir brauchen mehr Vertrauen in die Menschen und Betriebe. Aber wir brauchen auch Transparenz, Datengrundlagen und Schutzstandards. Zwischen diesen Interessen muss eine vernünftige Balance gefunden werden.“

Weiterlesen

Rede · 17.06.2026 Modellprojekt „Grundschule bis zur Klasse sechs“ für die Westküste

„Aktuell kämpfen im mittleren Nordfriesland mindestens drei Gemeinden für den Erhalt ihrer Grundschule, da sie nicht genug Kinder beschulen. Hier könnte doch ein Modellprojekt „Grundschule bis zur Klasse sechs“ die Rettung sein. Das würde auch die Gemeinschaftsschule in Bredstedt und die Gymnasien in Niebüll und Husum entlasten.“

Weiterlesen