Pressemitteilung · 22.10.2020 Auch kleine Grenzübergänge müssen geöffnet bleiben

Zu den heute vom dänischen Außenministerium bekanntgegebenen Reisewarnungen erklärt der Landesvorsitzende des SSW, Flemming Meyer:

Die Coronakrise hat heftig an Fahrt aufgenommen, da ist es nur folgerichtig, dass der dänische Staat seine Bürgerinnen und Bürger warnt, in besonders betroffene Länder einzureisen.
Zu diesen sogenannten Quarantäneländern gehört allerdings mittlerweile fast ganz Europa - und seit heute bedauerlicherweise auch Deutschland.
Da die dänische Regierung mit Ausnahme des skandinavischen Partnerlandes Schweden keine regionalen Unterschiede der einzelnen Staaten berücksichtigt, ist es besonders bemerkenswert, dass Schleswig-Holstein explizit von der Reisewarnung ausgenommen ist.

Dies zeigt, welch hohen Stellenwert unser gemeinsames Grenzland, die deutsch-dänische Nachbarschaft und Zusammenarbeit in Kopenhagen genießen.
Darauf dürfen auch die beiden Minderheitenparteien SP und SSW ein bisschen stolz sein, die während der ersten Coronawelle wochenlang und letztlich erfolgreich für Grenzöffnungen und gegenseitige Besuche gekämpft hatten.
Wichtig für uns als SSW ist, dass sämtliche Grenzübergänge geöffnet bleiben. Eine erneute Schließung der kleinen Grenzübergänge wie in der ersten Coronawelle würde nämlich genau jene treffen, denen man eigentlich das Überqueren der Grenze erleichtern will: Berufspendler, Studierende, Schüler und Familien, für die das tägliche Überqueren der Grenze schlicht zur Lebenswirklichkeit gehört. Umwege von 40 und mehr Kilometern zum nächstgrößeren Grenzübergang wären für diese Menschen praktisch oft kaum leistbar.
Wichtig ist jetzt, dass wir uns alle weiterhin an die Coronamaßnahmen halten. Sonst kann der Vertrauensvorschub, den wir uns im Grenzland so hart erkämpft haben, schnell wieder Geschichte sein.

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